Nach der Krise der Bank of America: Anleger „flüchten“ aus Aktien
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 19. Oktober 2007 19:00 Uhr
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Jetzt tun wieder alle so, als ob hier plötzlich ein Ereignis vom Himmel fällt, mit dem keiner gerechnet hat.
Da ist die Rede von “Hiobsbotschaft”, davon, dass “Anleger aus Aktien flüchten”, von “Schockwellen”, die sich auch in Europa verbreiten. Ganz ehrlich: Ich kann darüber nur den Kopf schütteln.
Im letzten Weekly Update für den Trader-Dienst Wall Street Radar hatte ich wörtlich geschrieben: “Für ist uns nach wie vor rätselhaft, dass die Stimmung in der Bevölkerung und der Jubel an der Börse nicht zusammenpassen.” Entweder sehen hier einige Wall-Street-Kommentatoren die Fakten anders als wir oder die Gedächtnisleistung hat mit den fallenden Immobilienpreisen in den USA ebenfalls nachgelassen. Mein Kommentar im letzten Weekly Update des Wall Street Radar: “Zu erwarten ist zwar keine Rezession, aber doch eine Wachstumsabschwächung. Und genau das wird von den US-Börsen derzeit ignoriert.”
Jetzt auf einmal ist man wieder aufgewacht und spricht von “Schockwellen”, und “Anlegerflucht”. So kann man auch Anleger zusätzlich verunsichern und Panik verbreiten. Vielleicht passt dies ja gerade gut zum 20. Jahrestag des berüchtigten Börsencrash, dem “schwarzen Montag”, über den von FAZ über Spiegel bis zur Financial Times jetzt wieder alle schreiben. Da passen solche Vokabeln gut ins Bild.