Muss am Ball bleiben
Till Kleinlein in Devisen-Monitor
vom 6. Januar 2012, 08:30 Uhr
ENL5454
nach dem fulminanten Jahresbeginn ist wieder ein Stück Normalität an den Finanzmärkten eingekehrt. Die Schuldenkrise und die Angst vor wankenden Banken ist zurück, die kurzzeitige Euphorie längst wieder verflogen. Da die US-Finanzwerte jedoch eine ganz andere Richtung vorgeben, die Bank of America konnte über 8% zulegen, besteht heute eine gute Chance, dass die Loser der vergangenen Tage zum Luftholen kommen. In diesem Fall würde dann auch der Gesamtmarkt davon profitieren, sicher auch der Euro. Während der deutsche Leitindex wenigstens sein Jahresplus verteidigen kann, geht es der europäischen Gemeinschaftswährung gar nicht gut. Bei 1,2770 wurde der tiefste Stand seit September 2010 markiert. Gute Daten vom US-Arbeitsmarkt schwächten ihn zusätzlich, nachdem schon zuvor eine nicht berauschend verlaufene Anleihenauktion Frankreichs auf den Euro-Kurs drückte. Nur bei fallenden Refinanzierungskosten der EU-Staaten wird der Euro seine Talfahrt stoppen können.
Die Heiligen Drei Könige werden uns heute einen Besuch abstatten. Normalerweise kommen die Weisen aus dem Morgenland bzw. die Kinder aus der Kirchengemeinde, die diese verkörpern, zu einer kleinen Darbietung sowie zur Segnung des Hauses am Nachmittag vorbei. Da muss ich unbedingt dabei sein, denn meine jüngste Tochter hatte im letzten Jahr noch gehörig Respekt vor dem Auftritt der Kinder. In Bayern ist heute Feiertag, doch ich werde heute traden. Nach dem Urlaub ist es nun wichtig, dass ich am Ball bleibe.
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Achtung: Heute um 14.30 Uhr wird der viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht!
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,25% |
| Dow Jones: | -0,02% |
| EuroStoxx50 | -1,45% |
| EUR/USD: | -0,11% |
| Gold: | +0,64% |
| Silber: | +0,69% |
| Öl (Sorte Brent): | -0,97% |