Motivation zur Eigentumsbildung
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 7. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Vorab ein paar Takte zum besseren Verständnis meiner Ausführungen zur Finanznot der deutschen Kommunen. Generell erachte ich es persönlich als katastrophalen Offenbarungseid und kaum wieder gut zu machenden Fehler, die Bürger, insbesondere die Grundstückseigentümer, für die Finanzmisere in den öffentlichen Kassen mittels höherer Grundsteuern bzw. etwaiger sonstiger Zusatzbelastungen (z. Bsp. mittels Straßenausbaugesetzen wie in Berlin) bluten zu lassen.
Motivation zur Eigentumsbildung erhalten und stärken
Genau das Gegenteil wäre richtig. Nämlich eine Entlastung, um die Motivation, überhaupt Vorsorge mittels Grundeigentum zu betreiben, am Leben zu lassen. Die Wohneigentumsquote ist in der Bundesrepublik im Vergleich zum EU-Durchschnitt (BRD 43 Prozent, EU-Durchschnitt 60 Prozent) ohnehin sehr niedrig. Will man nicht auch noch die letzten Willigen vom Vermögensaufbau mit der selbst genutzten Immobilie abhalten, bedarf es unter anderem auch eine radikale Mentalitätsänderung bei den politisch Verantwortlichen. Ob die Zeit bzw. Köpfe dafür schon reif bzw. die Richtigen sind, ist ohnehin eine andere Frage.
Mut zu radikalen Reformen
Denn die fiskalischen Buchhalter werden strikt formal entgegnen", dass jegliche Art von Entlastung nicht mach- bzw. finanzierbar sei. Sicherlich mag dies unter Annahme der heutigen kommunalen Pflichtaufgaben bzw. übertragenen Zuständigkeiten (Beispiel Kosten der Unterkunft im Bereich des Sozialgesetzbuches II) nur schwer möglich sein. Es erfordert also großen Mut, über den Aufgabenbereich (inklusive Kostenaufteilung) von Kommunen neu nachzudenken und diesen anzupassen. Ebenfalls mutig wäre es, endlich eine radikale Reform der Gemeindefinanzierung zu wagen.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, am Ende des Tages geht es darum, die Voraussetzungen für einen neuen Aufschwung, eine breite Basis für Wohlstand für alle zu schaffen. Hier gilt es als oberste Priorität, endlich die sich scheinbar unaufhaltsam und immer extremer drehende Belastungsspirale für die Bürger zu stoppen. Der Ehrlichkeit halber muss wohl aber konzediert werden, dass dies auf der Leistungs- und Verwaltungsebene nicht ohne schmerzhafte Einschnitte möglich ist.
Griechenland vor dem Euro-Austritt?
Am gestrigen Tag der Erscheinung des Herrn (Epiphanias) wagte sich das EZB-Direktoriumsmitglied Stark mit folgender Aussage gegenüber der italienischen Zeitung Il sole 24 ore" aus der Deckung:
Die Märkte täuschen sich, wenn sie davon ausgehen, dass andere Mitgliedsstaaten in ihre Brieftaschen greifen werden, um Griechenland zu retten. Die Verträge sehen eine Nicht-Rettungs-Klausel vor, und diese Regeln müssen eingehalten werden."
Ob nun der Tag X, der Tag des Ausscheidens Griechenlands aus der Euro-Zone, näher rückt bzw. ob Herrn Starks Aussagen tatsächlich Realität werden, bleibt abzuwarten. Noch im Februar wollen die EU-Finanzminister über harte Sparauflagen mit den Griechen beraten. Zudem gibt es laut EU-Kommissar Almunias Aussage aus dem Jahr 2009 noch einen Notfallplan der anderen Euro-Länder. Stichworte sind hier bspw. die von anderen Euro-Ländern garantierte mögliche Auflegung von EU-Anleihen bzw. das Gewähren von Überbrückungskrediten.
Ja, auch im Jahr 2010 ist für Hochspannung gesorgt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Röth (07.01. 2010 10:16 Uhr):
Der Gesamte EU-Plan inklusiv der Vertrag von Lissabon ist ein Betrug und hat keine Zukunft, auch wenn so manche Mafiosis es so möchten.
Antworten - Kommentar von Uwe Kühn (07.01. 2010 11:36 Uhr):
Es ist klar erkennbar, dass Mr. N.N. nicht in kommunalpolitischer Verantwortung steht. Tatsache ist, dass die meisten kleinen und mittleren Gemeinden ihr Hausaufgaben gemacht haben. Das ist kein Wunder, denn hier ist jeder einzelne Volksvertreter für seine Bürger direkt greifbar und ansprechbar. In solchen Gemeinden werden im Mittel ausgeglichene Haushalte produziert und sogar Altschulden abgebaut. Was immer man da auch noch einsparen könnte, kann jedenfalls nicht ansatzweise einen Wegfall der Grundsteuer kompensieren. Leider ist die Grundsteuer eine der ganz wenigen steuerbaren Größen eines Gemeindehaushalts. Und diese müssen die Kommunen bemühen, um an den von Bund und Land auferlegten immer neuen Lasten nicht bankrott zu gehen. Die meisten dieser Kommunen leiden an Berlin und nicht an sich selbst.
Antworten - Kommentar von monte christo (07.01. 2010 12:01 Uhr):
30 Jahre Vermieterhetze, 30 Jahre Arbeitgeberhetze, 30 Jahre Eigentümerhetze in Hetzsendern wie WISO,, FAKT, PANORAMA, dazu aufweichende und abwertende Rechtsprechung haben die Wertschätzung für Eigentum zerstört. Besser alles verkaufen, dafür Gold in den Keller schmeißen, das macht keinen Ärger,und behält seinen Wert. Investitionen lohnen nicht mehr in diesem Land,
Antworten - Kommentar von monte christo (07.01. 2010 14:06 Uhr):
30 Jahre Eigentümerhetze, 30 Jahre Vermieterhetze, 30 Jahre Arbeitgeberhetze in WISO, FAKT, PANORAMA, etc. begleitet von eigentumszersetzender sozialistisch gefärbter Rechtsprechung habn ihre unheilvolle Wirkung getan. Am besten Betriebe auflösen, Haüser verkaufen, in Gold investieren und in den Keller schmeißen.Erhält den Wert und macht keinen Ärger. Soll doch die Zocker- und Parasitenbande künftig selbst für sich sorgen.
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