Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien
vom
Ebenfalls relative Stärke gegenüber dem breiten Markt zeigte in den vergangenen Tagen und Wochen die amerikanische Biotech-Aktie Monsanto. Auch hier fielen die Quartalszahlen über den Erwartungen der Analysten aus: Im Vorjahresvergleich legte der Bruttogewinn überproportional um 35% zu auf nun 937 Mio. USD entsprechend einem Gewinn je Aktie von 1,63 USD. Der jüngst erhöhte zu erwartende Gewinn je Aktie für das gesamte Geschäftsjahr von 3,65-3,70 USD wurde bei der Vorlage der Quartalszahlen bestätigt. Der Umsatz im Quartal betrug 4,21 Mrd. USD, ein Anstieg von 17%.
Mildes Wetter bringt Gewinnschub
Unterstützt wurde das überdurchschnittliche Quartalsergebnis von einem milden Winter und warmen Frühling in großen Bereichen der USA. Die mittleren Temperaturen lagen um acht Prozent über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Das begünstigte eine frühe Aussaat, erfordert aber auch besonders viel der maßgeschneiderten Herbizide, die Monsanto passend zu seinem gentechnisch veränderten Saatgut produziert. Als gefragtes Viehfutter für die Mast und Rohstoff für die Treibstoffproduktion sind die gentechnisch veränderten Feldfrüchte leider weltweit gefragt - auch zu uns nach Deutschland werden sie in großem Maßstab importiert und in der Massentierhaltung verwendet.
Charttechnisch bietet die Monsanto-Aktie ein ganz anderes Bild als Lindsay. Sie konnte Ihren Boden nach der Finanzkrise erst im Jahr 2010 ausbilden. Seither läuft sie in einem aufsteigenden Dreieck unterhalb des Widerstands bei rund 85 USD nach oben. Einige Analysten stufen die Aktie derzeit zwar noch mit Hold ein, da im nächsten Geschäftsjahr ein abflachendes Ergebnis erwartet wird. Doch sollte das Dreieck nach oben geknackt werden, dürfte der Schub die Aktie zumindest bis in den Bereich der runden Hundertermarke tragen.
Hintergrundberichte zu Monsanto und dem Gipfel von Rio
Monsanto ist wohl einer der umstrittensten Konzerne der Welt. Das Geschäftsmodell ist auf keinen Fall so umweltfreundlich wie die sparsamen Bewässerungsanlagen von Lindsay. Andererseit müssen wir uns aber auch fragen, ob die Agrarrevolution der vergangenen Jahrzehnte ohne Hochleistungssaatgut überhaupt möglich gewesen wäre. Bei weiter steigender Weltbevölkerung sind gute Ideen für ein nachhaltiges Wachstum gefragt. Zur Lektüre empfehle ich Ihnen zwei Artikel, die mir in diesem Zusammenhang besonders aufgefallen sind: Der Spiegel berichtet über die Zustände im nicht mehr vorhandenen Brasilianischen Urwald nach dem Gipfel von Rio und das Handelsblatt bringt einen interessanten Hintergrundbericht über Monsanto.
Herzliche Grüße, ein angenehmes Wochenende wünscht Ihnen
Ihre Daniela Knauer
Das Ende der Mittelschicht
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- Kommentar von C S
Sehr geehrte Frau Knauer, bei dem Handelsblattartikel empfehle ich unbedingt auch die Kommentare zu lesen, sie sind informativer als der Artikel selbst. Sehr interessant auch: "Monsanto mit Gift und Genen" (einfach googeln). Ich meine, es gibt ethisch weniger bedenkliche Firmen, um mit entsprechenden Aktien Geld zu verdienen. Freundliche Grüße C.S.
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