Mongolei: Uraltes Reich setzt zu neuem Wachstum an
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 2. August 2011, 17:00 Uhr
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in den nächsten Ausgaben Ihres Nebenwerte Daily kann ich nicht auf aktuelle Entwicklungen eingehen, denn ich werde unterwegs sein. Daher habe ich für Sie einige zeitlose, aber deshalb nicht weniger interessante Themen vorbereitet.
Zunächst springen wir zu meinem kürzlich erschienenen ersten Beitrag zum spannenden Rohstoffstaat Mongolei zurück. Ich bin darauf gekommen, mich mit diesem Land zu beschäftigen, weil ein Zertifikat für Investitionen in die Mongolei von der Royal Bank of Scotland (RBS) herausgebracht worden ist. Im Zusammenhang mit dieser Recherche bin ich auf so spannende Details über dieses uralte, aber hierzulande wenig bekannte Land gestoßen, dass ich sie Ihnen nicht vorenthalten wollte, selbst wenn manches nur am Rande mit dem Rohstoffreichtum der Gegend zu tun hat. Auf die Einzelheiten zu dem Zertifikat werde ich dann in einer weiteren Folge zu sprechen kommen.
Auf der Karte sehen Sie die größte Ausdehnung des mongolischen Reiches im dreizehnten Jahrhundert unter den Nachfolgern von Dschingis Khan. Quelle: Wikipedia.
Beim Stichwort Mongolei denke ich zuerst an Dschingis Khans gefürchtete Reiterheere, die im 13. Jahrhundert halb Asien beherrschten und der mit seinen Nachfolgern das territorial gesehen größte Reich schuf, das jemals auf der Welt existierte. Ebenso aber sehen wir in den vergangenen Jahrhunderten das Bild eines der ärmsten Länder der Welt und endlose, landwirtschaftlich kaum bewirtschaftbare Halbwüsten oder Steppen mit den Jurten einiger Nomaden. Doch beide Bilder gehören der Vergangenheit an.
Der Staat zwischen dem fernen Osten Russlands und dem Norden Chinas ist aktuell auf dem Sprung in die Moderne. Die Hauptstadt Ulan Bator versammelt mit einer Million Einwohnern fast ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Diese jedoch wächst aufgrund einer entsprechenden Bevölkerungspolitik seit der sozialistischen Ära immer noch relativ rasch. Das führt dazu, dass es viele junge Menschen in der Mongolei gibt: 35% sind unter 14 Jahren, etwa zwei Drittel jünger als Dreißig, das Durchschnittsalter liegt bei nur 25,8 Jahren. Und sie sind heute dank der sozialistischen Bildungsoffensive relativ gut ausgebildet, die Alphabetisierungsrate beträgt rund 98% der Einwohner. Die Ausgaben für die Bildung liegen bei hohen 5,1% des Bruttosozialprodukts. Russisch-, Chinesisch- und bei den Jüngeren Englischkenntnisse tragen dazu bei, dass der Mongolei zunehmend ein hohes Entwicklungspotenzial zugebilligt wird.
