Mongolei: Riesige Rohstoffvorkommen schlummern
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 6. September 2011, 17:00 Uhr
ENL5454
da ich heute unterwegs bin und daher nicht auf die aktuelle Tagesentwicklung eingehen kann, kommen wir nun zu dem Abschnitt meiner kleinen Serie über die Mongolei, auf den Sie sicher am meisten gespannt sind, zu den Rohstoffen.
Fluch und Segen zugleich ist für die Mongolei die starke seismische Aktivität des Landes. Es kommt regelmäßig zu relativ heftigen Erdbeben, welche durch die immer noch weit verbreitete Siedlungsart in Jurten allerdings meist nicht besonders gravierende Schäden für die Bevölkerung hinterlassen. Positiv ist, dass durch diese geologische Aktivität besonders viele Rohstoffe zu finden sind, denn dadurch werden sie erzeugt bzw. in Richtung Erdoberfläche befördert. So zählt die Mongolei heute zu den rohstoffreichsten Gebieten der Erde neben anderen seismisch sehr aktiven Gegenden wie etwa dem Ring of Fire um Indonesien oder Südamerika. Doch bisher sind in der Mongolei erst wenige der Bodenschätze erschlossen oder gar abgebaut worden.
Dennoch steht die Mongolei bei einigen Rohstoffen schon weit oben in der weltweiten Rangliste. So berichtet das US Geological Survey (USGS) im jüngsten publizierten Datenwerk von 2009, dass nach China und Mexiko in der Mongolei am meisten Flussspat abgebaut wird. Ausgebaut werden konnte auch der Kohleabbau bereits nennenswert. So waren 2009 rund 200 Tagebauminen in Betrieb, deren Produktion neben dem eigenen Verbrauch vor allem an China geliefert wurde. Dabei konnte der Ausstoß von 8,27 Mio. Tonnen im Jahr 2005 auf 13,16 Mio. Tonnen im Jahr 2009 gesteigert werden.
Ein weiterer Ausbau ist beabsichtigt, denn immerhin soll die Mongolei die neuntgrößten Kohlevorkommen der Welt besitzen. Dafür sollen ausländische Investoren gewonnen werden, die sich mit 49% an den Vorhaben beteiligen. Denn die Regierung der Mongolei will ihre Schätze nicht ins Ausland verschenken, sondern möglichst mit der Mehrheit an den Einnahmen beteiligt sein.
ähnliche Beiträge:
- In der Mongolei sind noch viele Perlen zu finden
- Mongolei: Das Saudi-Arabien Asiens
- Mongolei: Ein Riesenland mit wenig Bevölkerung
- Ivanhoe Mines: Baut die größte neue Kupfer-Gold-Mine auf
- "Salze“ umfassen eine riesige Gruppe von Rohstoff-Verbindungen
- Das wachstumsstärkste Land der Welt 2011
- Metalle, Getreide und Öl
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von DrWiedersich (06.09. 2011 18:42 Uhr):
Hallo, nur ein Hinweis: Bitte behaupten Sie nicht mehr solche Dinge wie oben, nämlich dass durch Erdbeben die Rohstoffe (Erze etc.) gebildet würden! Es ist nun mal absoluter Unsinn! Sie werden auch nicht deshalb dort aufgefunden! Die Zusammenhänge sind vollkommen anders. Gruß Wiedersich (Geologe, Geograph)
Antworten
weitere Ausgaben von
Nebenwerte Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Turnaround-Brief
So kaufen Sie Aktien nur noch, wenn sie
am billigsten sind
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Turnaround-Brief