Money Management und die drei Prozent Regel
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 12. September 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
Wir hatten uns gestern mit dem Zinseszinseffekt beschäftigt und erfahren, dass dieses Prinzip uns helfen kann, um langfristig an der Börse erfolgreich zu arbeiten.
Es gibt viele Trader mit einem guten Analyseverfahren, die irgendwann vom Markt verschwinden, weil sie einen drei folgenden Regeln nicht beachten
Die drei Prozentregel
Was würde den Zinseszinseffekt nachhaltig negativ beeinflussen? Was denken Sie? Große Drawdowns oder Verluste würde den Aufbau eines Vermögens unmöglich machen.
Es ist zwar wunderbar sofort große Gewinne zu erzielen, aber nicht wenn man dafür ein großes Risiko eingehen muss. Die bessere Lösung liegt darin, viele kleine Gewinne mit einem kleinen Risiko zu kombinieren und damit das Kapital zu sichern. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass die Profis in den Banken Milliarden Verluste generiert haben, weil Sie diese Regel nicht eingehalten haben.
Es sollten ein, zwei oder maximal drei Prozent vom Kapital als Risiko eingesetzt werden. Wenn Sie drei Prozent einsetzen, müssen Sie dreiunddreißig Mal in Folge einen Verlust machen, um Ihr Geld zu verlieren.
Wenn Sie zwanzig Prozent einsetzen, sind Sie nach dem fünften Verlust nicht mehr im Rennen.
Das Elliott Wave Prinzip bietet immer wieder Chancen, um mit einem kleinen Risiko überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie mit diesem System dreiunddreißig Mal hintereinander verlieren.
Erhöhen Sie das Risikokapital in keinem Fall, auch nicht wenn die Wellenmuster sehr verlockend sind.
Niemals einen Stopp erweitern.
Kennen Sie das Gefühl, wenn sich der Trade dem Stopp nähert? Der Wunsch steigt auf, dass man auf jeden Fall verhindern will, dass der Stopp ausgeführt wird. Sie sind immer noch völlig davon überzeugt, dass der Markt in die gewünschte Richtung gehen wird. Sie denken sich: "Vielleicht hab ich ja nur eine Kleinigkeit übersehen. Es wäre doch sehr ärgerlich, wenn der Markt noch einige Punkte steigt, den Stopp abräumt und dann in die gewünschte Richtung läuft. Wie kann, ich das nur verhindern?" Plötzlich taucht dieser Gedanke auf: „Setz den Stopp etwas höher, damit Dir diese Chance nicht entgeht."
Tun so etwas nicht. Tun es niemals. Es ist der Anfang vom Ende.
Dieser Gedanke wiederholt sich, wenn der sich der Markt das nächste Mal ihrem Stopp nähert. Wie würden Sie dann reagieren? Man hat es einmal getan, dann kann man es auch ein zweites Mal tun? Wann wird die Reißleine gezogen, wenn 50 Prozent vom Kapital verloren wurde?
Der Stopp sollte nie zu ihren Lasten verändert werden. Es ist durchaus praktikable den Stopp zu verkürzen, wenn es notwendig ist.
Erinnern Sie sich immer daran – wir müssen in erster Linie das Kapital erhalten.
Niemals eine Position im Verlust vergrößern.
Vielleicht kennen Sie die folgenden Gefühle. Das läuft schon wieder gegen mich, der Stopp kommt näher, ich setz noch einen drauf und verdoppele die Position. Irgendwann muss es ja mal klappen.
Oder
Ich habe jetzt 30 Punkte Verlust gemacht. Der Markt läuft nicht in meine Richtung. Vielleicht kommt noch ein Rücklauf von 15 Punkten. Wenn ich die Position verdoppele, dann komm ich nach 15 Punkten ohne Verlust aus dem Trade.
Ich habe es schon in der Praxis als Foreign Exchange Broker erlebt, dass ein Kollege in einer Nacht 1 Million Mark auf diese Weise verloren hat.
Fazit: Diese Regeln helfen uns mit einem klaren Kopf zu arbeiten und planvoll vorzugehen. Viele Trader haben diese Regeln nicht beachtet und haben aus Angst oder Gier gehandelt und ihr Vermögen verloren. Wenn wir diese Regeln beachten, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Genuss vom Zinseszinseffekt gelangen.