Mögliche Strategie, um Umkehrsignale Intraday zu traden
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 23. Mai 2006 18:00 Uhr
ENL5454
Im Future spiele ich das häufiger wie folgt:
Ich steige mit einer Position bei dem zweiten Bodenversuch ein (den ersten lasse ich vorbei gehen). Bricht es nach unten weg, bin ich sofort wieder raus. Ein kleiner Verlust.
Dann steige ich mit einer etwas größeren Position beim nächsten Boden ein. Steigt es, kommt ein Stop auf Kaufkurs drunter, manchmal je nach Dynamik des Anstiegs auch auf Kaufkurs plus Verlust vom ersten Trade.
Dann muss man oben nur einen guten Ausstieg finden, aber das ist ein anderes Thema. Fällt es dann noch mal unter das letzte Tief, hält also auch dieser Boden nicht, höre ich auf. Denn dann ist eins sicher, es stimmt was mit dem Markt nicht.
Das hat sich für meine Art des Trades bewährt. Denn nur in den seltensten Fällen ist ein Markt so schwach, dass er drei Böden hintereinander abverkauft, ohne eine entsprechende Gegenbewegung. Ist er das, dann sollte man ihn, wie gesagt, weiter fallen lassen und auf einen neuen Tag warten.
Das alles hängt natürlich auch davon ab, was der Markt vorher gemacht hat. Ist er sehr stark gestiegen, dann warte ich meistens etwas länger, um auf Böden zu traden. So bin ich für die Target-Trader erst am Montag mit meiner ersten Long-Position auf den Dax eingestiegen. Bis dahin hatte ich kein klares Umkehrsignal gesehen (der erste Bodenversuch war bei ca. 5900 Punkten).