MLP hofft auf ein starkes drittes und viertes Quartal
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 19. August 2003 18:00 Uhr
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Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP (ISIN DE0006569908) hat im zweiten Quartal ein Ergebnis vor Steuern von 11,7 Mio. Euro erzielt, nach 28,6 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 10,7 Mio. Euro gerechnet. Der Rückgang um 60 % wird mit einer veränderten Bilanzierungsmethode begründet. Die Gesamterlöse gingen von 263,1 Mio. Euro auf 246,4 Mio. Euro zurück.
MLP rechnet für das Gesamtjahr trotz dieses Ergebnisses weiterhin mit einem Gewinn vor Steuern von 65 Mio. Euro. Dabei werden die Hoffnung besonders auf das dritte Quartal gesetzt. Hier erwartet das Unternehmen ein "belebtes Geschäft". Begründet wird diese hoffnungsvolle Prognose mit einem Anziehen des Neugeschäfts im Kranken- und Lebensversicherungsbereich in den letzten Wochen.
Die meisten Analysten reagieren auf diese positive Prognose zu Recht kritisch. Obwohl das dritte und vierte Quartal gewöhnlich besser verläuft, müsste es schon zu deutlichen Zuwächsen kommen, damit diese Prognose überhaupt noch erreicht werden kann. Das aus leicht verbesserten Zahlen in den letzten Wochen herauszulesen, ist auf jeden Fall gewagt. Die Lage an den Finanzmärkten ist noch zu unsicher, aber auch politische Entscheidungen, die Auswirkungen auf das Spar- und Versicherungsverhalten der Bürger haben könnten, sind im Moment nicht einschätzbar.
Es ist damit zu rechnen, dass wenn MLP den Dax verlassen muss, es nach kurzfristig steigenden Kursen, bald zu nachhaltigeren Kursverlusten kommen könnte. Kein Kauf, obwohl die Aktie von MLP heute um 3,79 % zulegen kann.