Mit Würde Pleite gehen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 14. Juli 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Die Griechen sollten meiner Ansicht nach mit Würde ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Dann würden sie keine weiteren Kredite erhalten - aber weitere Kredite ist auch das letzte, was sie brauchen. Jedes Mal, wenn sie "gerettet" werden, sind sie danach in noch schlechterer Verfassung, mit noch mehr Schulden, die sie zurückzahlen müssen - und höheren Zinsen, die sie dafür zu zahlen haben.
Natürlich sind die Griechen selber genauso korrupt wie die Banken. Sie haben auch ihre Chancen genutzt, als sie diese hatten. Wenn man Gehalt bekam, ohne arbeiten zu müssen - dann wurde eben nicht gearbeitet. Wenn man Subventionen erhalten konnte, dann nahm man die Subvention. Wenn man früh in den Ruhestand gehen konnte, oder die Investoren mit falschen Zahlen täuschen konnte - natürlich, dann hat man das gemacht.
Und jetzt müssen die Banker und die Griechen, Pott wie Deckel, mit den Folgen von Gier und Fehlern klarkommen.
Das Problem ist: Die Schulden gehen nicht einfach weg, wenn ein Dummkopf entscheidet, dass er sie nicht mehr haben will. Die bleiben da. Wie der bevorstehende Tod. Der weiß auch, dass seine Zeit kommen wird.
Ich bin gerade im Süden von Florida...wie das Verbrauchervertrauen fällt, wie im gesamten Rest der Nation.
Hey, wenn das eine Erholung wäre, wieso fällt dann das Konsumentenvertrauen?
Die Antwort ist einfach: Das ist gar keine Wirtschaftserholung, und die US-Konsumenten wissen es. Die Fed kann erzählen, was sie will, aber der durchschnittliche Amerikaner weiß, dass die Zeiten hart sind....und härter werden.
In der Palm Beach Post konnte ich lesen, dass die Senioren Floridas in Sorge sind wegen ihrer Einkommen. In den letzten 10 Jahren haben sie real an Kaufkraft verloren.
Natürlich ist das nur ein Teil der Geschichte. Ich sage oft, die letzten zehn Jahre waren eine "verlorene Dekade" - für die Senioren Floridas genauso wie für alle anderen, außer den Reichen. Die Mittelklasse hat an fast jeder Front an Boden verloren.
Denn die Immobilienpreise sind nun wieder auf dem Niveau der 1990er. Die Einkommen der Mittelklasse sind real gefallen. Und es gibt am Arbeitsmarkt nun weniger Jobs als im Jahr 2000.
"Die Konsumenten werden ihre Brieftaschen geschlossen lassen, bis das Niveau der Zuversicht wieder steigen wird", so las ich im Palm Beach Paper.
Wann wird das sein? Niemand weiß es. Aber wenn der derzeitige Trend weitergeht, dann werden die Senioren Floridas eher im Grab liegen, als dass sich ihre wirtschaftliche Zuversicht bessert.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ulrich Meidinger (14.07. 2011 08:18 Uhr):
..ich hätte da mal eine Idee! Um das ganze "ungesunde" Spekulantentum zu stoppen, die, auf welche Art auch immer, ganze Wirtschaften mit Leerverkäufen und unseriösen Kaufempfehlungen ein füt allemal zu stoppen, müßte nur ein Strafzins eingeführt werden, der derartige Spekulationsgewinne immens - und zwar mit 150%< - besteuert! Alles, was einen Jahreszins von -großzügig- 20% übersteigt, wird dieser Strafsteuer unterworfen, d.h., der Spekulant muß noch Geld mitbringen = empfindlicher Verlust!! Jede unseriöse Spekulation hört damit sofort auf - wer will schon so bestraft werden? Und, es gilt für alle Arten von Spekulanten: Banken, Private, Staaten!
Antworten- Antwort von Herrmann (14.07. 2011 11:39 Uhr):
Die Wallstreet und vor allem die City bestimmen die Regeln. Da wird es keinen Politiker geben, der gegen diese entsprechenden Herren handelt. Es reicht ja schon, nur davon zu reden. Man erinnere sich doch wie damals Oskar Lafontain von den Engländern als der gefährlichste Mann Europas bezeichnet wurde. Und der Moment, als die Regierungen eventuell hätten dazwischen hauen Können, wurde verpaßt.
- Antwort von Ulrich Meidinger (15.07. 2011 13:23 Uhr):
...von einer guten Idee kann kein Politiker Abstand nehmen, der wiedergewählt werden will; es fragt sich doch nur, wie bekommt man die Mehrheit der Wähler hinter sich? Any idea??
- Antwort von Herrmann (14.07. 2011 11:39 Uhr):
- Kommentar von christopher Landmann (15.07. 2011 14:26 Uhr):
Seit Frühjahr 2010 habe ich die Insolvenz von Griechenland als die für den ganzen euro Raum einzige Lösung kommentiert. Sie wurden mit gefälschten Zahlen aufgenommen, haben alle Konvergenz- und andere EU Hilfsgelder verbraucht. Ich sortiere alle euro-Scheine mit 'Y' Nummer aus, wie auch 'M' & 'V' Portugal & Spanien vorsorglich. inHoffnung, daß Frau Merkel nicht mehr auf Sarkozy & Ackermann hört, und deutsche Gerichte unabhängig urteilen, CRL
Antworten- Antwort von Ulrich Meidinger (16.07. 2011 11:46 Uhr):
..ob uns "Mutti" wohl Nachts noch schlafen kann?
- Antwort von Ulrich Meidinger (16.07. 2011 11:46 Uhr):