Mit der Divergenzen-Analyse dem Markt 2 Schritte voraus
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 13. Januar 2011, 16:00 Uhr
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KIS, „Keep it simple" oder handhabe Dein System so einfach wie möglich, lautet das Motto dieser Woche.
Bereits nach wenigen Tagen der neuen Serie „Investor-Wissen-Daily" sind Sie als „Technische-Analyse-Einsteiger" in der Lage, ein einfaches Handelssystem in der Praxis anzuwenden, das mit Gleitenden Durchschnitten und mit dem MACD, dem Moving-Average Convergence/Divergence-Indikator arbeitet. Sollte Ihnen als Querleser unser Tempo zu forsch sein, so haben Sie die Möglichkeit, in den Ausgaben der letzten Tage alles noch einmal in Ruhe nachzulesen. Aber warten Sie damit nicht zu lange, denn sonst entgehen Ihnen die besten Handelschancen des Jahres und Sie sind nicht dabei, wenn die Aktienmärkte neue Hochs markieren oder eine Korrektur erleben. Ja, Sie haben richtig gelesen, denn mit dem MACD können Sie frühzeitig erkennen, wann stark gestiegene Kurse rückschlaggefährdet sind, aber dazu gleich mehr...
In der gestrigen Ausgabe haben wir gezeigt, wie der MACD berechnet wird und wie sich auf diesem Indikator ein kleines und effizientes Handelssystem aufbauen lässt. Aber der MACD kann noch viel mehr, überzeugen Sie sich selbst.
Das komische Gefühl im Bauch sichtbar machen
Jeder, der sich mit Märkten befasst, kennt die Situation, dass die Kurse steigen, aber die Parameter, die man gleichzeitig beobachtet, nicht so recht dazu passen wollen. Oft stellt sich dann ein unbehagliches Gefühl ein - entweder man verpasst Handelschancen oder man ignoriert Warnsignale. Der Trader steht dann wie das Kaninchen vor der Schlange, das unfähig ist, dem Jäger davonzulaufen. Trader nennen das auch die F8-Blockade. Weil auf der Tastatur ihres Computers die Taste F8 oftmals mit der Orderfreigabe belegt ist.
Ja und nicht selten wird das schlechte Gefühl auch bestätigt und es stellt sich heraus, dass es gut war, auf das Bauchgefühl zu hören. Aber bis es soweit ist, können Wochen und Monate vergehen, sodass der Skeptiker dann den Markt zum ungünstigsten Zeitpunkt vielleicht doch noch entert. Das Ergebnis kennen Sie, das hat jeder schon einmal erlebt.
Das komische Gefühl, von dem ich gesprochen habe, nennt man Divergenz. Solche Divergenzen sind im MACD gut nachweisbar, aber sie verlangen dem Trader auch viel Übung ab, das sei hier betont. Ich kann allerdings nur empfehlen, sich mit diesen Divergenzen zu befassen. Sie helfen am Markt zu überleben und darüber hinaus Gewinne einzufahren.