Millionen Babyboomer schichten ihre Geld um
Profit Radar
vom 31. August 2010, 19:00 Uhr
ENL5462
Was hat das für Folgen? Die erste Konsequenz aus dieser Entwicklung ist, dass viele Aktien in den USA im internationalen Vergleich mittel- bis langfristig zu Underperformern werden. Und damit muss man diese Aktien nicht haben. Denn diese Werte kommen gleich von 2 Seiten in Bedrängnis:
- Es wird schlicht und ergreifend weniger amerikanisches Investmentkapital geben, das in diese Werte investiert. Und bei einem schlechtern Umfeld werden Ausländer dieses Vakuum nicht auffüllen.
- Vor allem, wenn einige Unternehmen Probleme bei ihren Geschäftsentwicklungen bekommen, weil die Babyboomer weniger Geld in den eigenen Konsum stecken.
Das wird weniger für die großen Blue Chips gelten, die größtenteils sehr international aufgestellt sind. Aber beim amerikanischen Mittelstand, der seine Umsätze primär durch den US-Konsumenten erzielt, sieht die Sache anders aus: Die Zahl der Babyboomer beläuft sich auf 80 Mio. Menschen - das sind fast so viele Menschen wie in ganz Deutschland leben.
Diese Menschen überschreiten nun nach und nach ihren Konsumhorizont. Da werden bestimmte Konsumausgaben zurückgefahren und zwangsläufig in andere Bereiche, wie beispielsweise Gesundheit, umgeschichtet.
Amerikansiche Mittelständler, die auf den US-Konsum ausgerichtet sind, gehören deshalb auf meine "Diese Aktie kaufe ich nicht, selbst wenn ich ein Rubbellos gratis mit dazu bekomme"-Liste. Das Gleiche gilt auch für weite Teile der High Tech-Branche. Der High Tech-Index hängt in seiner Entwicklung seit Jahren den anderen Indizes hinterher. Dafür gibt es einen Grund, über den niemand spricht. Mehr im nächsten Profit Radar.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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