Merck mit Umsatzeinbruch
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 24. Oktober 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Der Darmstädter Pharmakonzern Merck (WKN 659990) verzeichnet im dritten Quartal einen Einbruch im operativen Ergebnis um 52 % auf 143,2 Mio €. Analysten hatten sogar mit 144,2 Mio gerechnet, wobei die Schätzungen zwischen 134 Mio € und 158 Mio € lagen. Der Konzernumsatz ging um 5,4 % auf 1,847 Mrd € zurück. Der Grund dafür liegt neben Sondereffekten in Höhe von 58 Mio €, bei der Konkurrenz. Günstigere Nachahmermedikamente für das Diabetes Medikament Glucophage von Merk, haben die Umsatzeinbußen verursacht. Trotzdem zeigt sich Konzernchef Bernhard Scheuble zufrieden. Das Quartal spiegle im Grunde eine stabile Geschäftslage unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingung wider. Die Analysteneinschätzungen stufen Merck dann auch auf "neutral" bis "reduzieren" ein. Merck ist ein wenig schwierig einzuschätzen – wichtig wird die Zulassung für das Krebsmittel C 225, dessen Antrag auf Zulassung in Europa im zweiten Quartal 2003 erwartet wird. Insgesamt zeigt sich das Unternehmen stabil. Ich sehe Merck ein wenig positiver, aber ein Kauf drängt sich nicht auf.