Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte
vom
Vor kurzem war Memorial Day. Ich habe für all jene tapferen Frauen und Männer gebetet, die im Krieg gestorben sind... immerhin habe ich ein Herz!
Doch das Gehirn kommt nie ganz in Einklang. Wenn es das betrachtet, was diese Soldaten getan haben, wünscht es sich, nie dorthin geschaut zu haben. Amerikanische Kriege waren fast alles , sagte einmal ein Freund von mir. Sie wurden ausgetragen, um die Macht des Imperiums zu erweitern. Der mexikanisch-amerikanische Krieg war ein unverschämtes Greifen nach mexikanischem Land. Der war ein Kampf um den Süden zu unterwerfen. Die Vereinigten Staaten nahmen Puerto Rico und die Philippinen im spanischen Krieg. Präsident Wilson führte die USA in den Ersten Weltkrieg, einzig und allein um unser Gewicht auf Europa zu schmeißen. Amerika hatte dort nichts verloren. Er hat den Frieden so dermaßen vermasselt, dass die Europäer 20 Jahre später wieder in den Krieg zogen, um das zu klären. Das war wieder ein Krieg - der Zweite Weltkrieg - in den die USA nicht hätten involviert werden müssen.
Dann kamen Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan...und hunderte von frivolen Attentaten, geschmackloses Einmischen und geheime Operationen. Sie alle steigerten die Reichweite und die Macht des militärischen Imperiums...doch der Preis dafür wurde von der Old Republic bezahlt, die nun nahezu ausgestorben ist."
Mr. Obama könnte einen Krieg beginnen, mit wem auch immer er will...da ist keine Abstimmung der vom Volk gewählten Vertreter notwendig (als ob das irgendeinen Unterschied machen würde).
Ehrlich gesagt, habe ich mich nie wirklich für das Imperium interessiert. Ich mochte die alte Republik, wie sie gedacht war. Also schmücke ich das Haus nicht in Rot, Weiß und Blau um den Erfolg des amerikanischen Imperiums zu feiern an diesem Memorial Day. Stattdessen hing ich schwarzen Krepp hinaus...und trauerte um den Verlust von Amerika.
- Kommentar von Livia
Das kommt eben davon, wenn man der Nachfolger des Römischen Reiches werden möchte - noch größer und noch mächtiger! Aber nicht ein Mal Leute vom Format eines Julius Cäsars oder Oktavian hat oder hatte. In der jetzigen Situation wäre ein Diokletian gefragt; aber auch den hat man nicht! In der frühen Kaiserzeit hat man im IR übrigens auch der alten Republik nachgetrauert! Irgendwie spüren die Leute: Sobald man sich größenmässig übernommen hat geht erst die Demokratie und dann das Imperium unter! (Nach den Centurien des römischen Kalenders beginnt ein neuer Abschnitt der Geschichte 2048, der eigendlichen Jahrhundertwende 2800)
Antworten- Kommentar von K Alt
Kompliment! Es gibt noch Amerikaner, die objektiv denken können - oder sind Sie nur ein "Zugereister", kürzlich eingebürgerter? Die US-Politik war von Anbeginn aggressiv. Auf genau kalkulierte Kosten Europas wurden sie zur Weltmacht - und der Verbrecher Churchill machte selbst nach den Erfahrungen des 1. Weltkriegs das Spiel mit und ruinierte (nicht nur) England. Die Engländer scheinen das bis heute nicht bemerkt zu haben. Offensichtlich gibt es noch kluge Amerikaner und immer mehr dumme Europäer.
Antworten- Kommentar von Kruse
Was sich kaum noch jemand vergegenwärtigt: England und Frankreich erklärten den Deutschen zweimal den Krieg: 1914 und 1939! Und jedesmal kamen die Amerikaner über den Atlantik und versetzen Deutschland den Todesstoß.
Antworten- Kommentar von Hans Nabholz
Bill Bonner macht es sich ein bissl zu einfach. Das Eingreifen der Amerikaner in den 1. Weltkrieg haben auch die Deutschen mitzuverantworten. Im 2. Weltkrieg haben Deutschland, Italien und Japan in etwa gleichzeitig Amerika den Krieg erklärt, vorangegangen war der Überfall auf Hawai. Nazi-Deutschland wäre vermutlich ohne die USA nicht zu besiegen gewesen. Korea war ein gemeinsames Eingreifen mit der UNO und Afghanistan ist eine notwendige Intervention des Westens unter Führung der USA. Und der Verbleib der USA in Europa nach dem 2. Weltkrieg hat uns die Freiheit bewahrt. An der Seite der USA lebt es sich jedenfalls, verglichen mit anderen Alternativen, noch recht gut. Hans Nabholz.
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