Mein Vorschlag zur Lösung der irischen Finanzkrise
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 26. November 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Hier der Plan Ihres Autors. Ich sage es direkt: Ist der gleiche, den ich auch für Griechenland genommen hätte. Was sollte auch anders ssein?
Also sprach Vaupel:
1. Irland erklärt die Staatspleite. Oder, wie es auf Wirtschaftsdeutsch heißt: Den „Default-Fall".
Denn nichts anderes ist es: Das Land kann seine bestehenden Schulden nicht mehr bedienen, da es am Kapitalmarkt offensichtlich nicht die nötigen Mittel bekommt.
Ist gar nicht so katastrophal, wie es klingt. Denken Sie nur an Argentinien, das erklärte 2001 auch den Staatsbankrott und davon ging die Welt nicht unter.
Wie bei der Pleite eines Unternehmens müssen auch bei einem Staatsbankrott die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. So ist das eben.
Dieses Risiko ist bekannt, und genau deshalb gibt es auf Staatsanleihen wie die von Irland eben auch schon vor der aktuellen Krise erheblich mehr als für z.B. bundesdeutsche Staatsanleihen.
Wieso sollen nun andere Staaten einspringen und letztlich mit dem Geld ihrer Steuerzahler die Verluste der Gläubiger übernehmen?
(Antwort: Ich denke, weil es mal wieder „die Banken" sind, die große Positionen Irland-Anleihen im Bestand haben. Die drängen darauf, dass die EU hilft, damit diese Iren-Anleihen keinen Verlust bringen.)
Es ist ja kein Totalverlust. Wie damals Argentinien sollte Irland dann mit den Besitzern der Anleihen verhandeln. Es bietet sich meiner Ansicht nach das an, was in der Finanzsprache mit dem schönen Begriff „haircut" = Haarschnitt bezeichnet wird.
Eine Kürzung der Schulden um einen Prozentsatz X. Beispielsweise könnte es zu dem Ergebnis kommen, dass Irland jede seiner Staatsanleihen nur zu 66% bedient (Zins und Tilgung). Der Rest wird gestrichen, ist damit Verlust der Anleihen-Besitzer.
(In Argentinien wurden übrigens fast zwei Drittel der Staatsanleihen-Schulden via „haircut" gestrichen.)
Irland wäre damit auf einen Schlag ein Drittel seiner Staatsverschuldung los. Der Preis für Irland: Am Kapitalmarkt würde das „Rating" für Irland schlagartig einbrechen. Die Zinsen, die Griechenland für neue Anleihen zahlen müsste, würden in die Höhe schießen.
*** Und damit zu Punkt 2.
Jetzt, und erst jetzt, kommen die europäischen Verbündeten ins Spiel. Wir lassen Irland nicht hängen.
Nach einem „haircut" beträgt der irische Finanzbedarf für die nächsten 24 Monate meinen groben Berechnungen zufolge um die 50 Mrd. Euro. (Fällt geringer als jetzt aus, da auslaufende Anleihen nach dem „haircut" nicht mehr zu Nominalwert getilgt werden.) Außerdem sollte Irland nicht „zicken", sondern die niedrigen irischen Körperschaftssteuern erhöhen. Man kann keine Hilfe von Europa nehmen und gleichzeitig die eigenen Steuern niedriger lassen als die der Helfenden (finde ich). Das würde den irischen Finanzierungsbedarf etwas verringern.
Die Europäische Union würde sagen: Diesen Betrag leihen wir Irland zum Festzins von z.B. 4%. Das wäre mehr, als z.B. Deutschland für eine eigene Staatsanleihe zahlen müsste, aber erheblich weniger, als Irland nach der Staatspleite am Kapitalmarkt bieten müsste.
Das Ergebnis: Irland wäre einen Teil seiner Schulden und damit auch einen Teil seiner Zinszahlungen mit einem Schlag los. Dann danach eine vernünftige Sparpolitik, zwei Jahre Zeit, in denen die EU Geld leiht. Insofern stehen die Verbündeten Irland bei, der Euro kann auch behalten werden. Die Zeit müsste dann wirklich sinnvoll genutzt werden, damit Irland nach den zwei Jahren die Kapitalmärkte überzeugt hat und wieder am freien Markt Geld bekommt. (Wenn nicht, müsste nach diesen zwei Jahren über ein Ausscheren Irlands aus dem Euro nachgedacht werden.)
Irgendjemand muss die Zeche zahlen. Doch warum die europäischen Steuerzahler? Ich plädiere dafür, dass die Halter irischer Anleihen via „haircut" die Zeche zahlen. Irland ist eben de facto bankrott, und dieses Risiko wurde in Form höherer Renditen der Staatsanleihen „eingepreist". Warum sollte nun, wo das Risiko zur Realität wurde, der Steuerzahler einspringen?
Dies die Gedanken Ihres Trader´s Daily-Autors zum Thema „Irland".
Mit herzlichem Gruß,
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Alfred Peintner (26.11. 2010 12:28 Uhr):
Herr Vaupel, in diesem Fall kann ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Peintner
Antworten - Kommentar von Wolfgang Ruf (26.11. 2010 12:33 Uhr):
Hallo Herr Vaupel, Sie haben ja voll und ganz recht, nur solange Mutti Merkel auf Ackermanns Schoss sitz, wird das nichts werden (ausser Versprechungen). Wenn Ackermann auf Merkels Schoss sitzt, dann wird's vielleicht etwas. Mit freundlichem Gruss Wolfgang Ruf
Antworten - Kommentar von Ender (26.11. 2010 12:37 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, ein Haircut hat als Instrument ebenso die Folge höherer Renditeforderungen der Kapitalgeber an sämtliche PIGS-Staaten. Da das Risiko steigt, steigt folglich auch die Renditeforderung. Durch Ihren Vorschlag würde der Flächenbrand doch erst richtig angeheizt. Außerdem müssten in diesem Falle nationale Hilfsprogramme für eine erneute Bankenrettung aufgelegt werden, was schlimmstenfalls in eine zweite Rezession führt. Der Umweg über die Solidarität ist zwar ökonomisch schlecht, da hier - da gebe ich Ihnen völlig Recht - falsche Anreize gesetzt werden frei nach dem Motto "Jetzt kann ich mir bei Griechenland für die nächsten 1,5 Jahre 12% Rendite abholen und das ohne Risiko". Jedoch erscheinen mir diese günstiger, als ein erneuter Gang durch das Tal der Tränen. Bei der Frage nach den irischen Steuerpraktiken stoßen Sie schnell in den Bereich der Haushaltssouveränität. Hat wirklich die niedrige Unternehmenssteuer für die jetzige Haushaltslage gesorgt? Eher nicht. Das Problem liegt wiedermal bei den Banken und den Subprimes. Die Unternehmenssteuer ist also nur mittelbar an der jetzigen Situation schuld. Zusatzfrage: Warum sollen alle Unternehmen die Zeche für die Banken und überschuldeten privaten Iren zahlen? Also schlage ich vor, die Verbrauchs- und Einkommensteuernsteuern in Irland zu erhöhen, die Banken zu stützen und auf zukünfitge Gewinnbeteiligungen setzen. Mit freundlichen Grüßen M. Ender
Antworten - Kommentar von Stefan (26.11. 2010 12:39 Uhr):
Sehr schön. Leider fehlt aber dafür der politische Mut - bzw. ist die Bankenlobby zu mächtig.
Antworten - Kommentar von Peter (26.11. 2010 12:45 Uhr):
richtig ist der Hinweis auf die Banken als Gläubiger der Iren. Für Deutschland sind es aber nicht die Privat- sondern die Staatsbanken. So hat Deutsche Bank Forderungen an die PIIGS von 700 Millionen Euro, alleine die HRE dagegen 35,5 Milliarden Euro, weitere Landesbanken je zwischen 5 und 7 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund ist der Verbal-Angriff der Kanzlerin auf die Deutsche Bank nur möglich, weil viele deutsche Zeitungen kaum noch die Wahrheit schreiben aus Angst, kein Interview von der hohen Politik mehr zu bekommen.
Antworten
- Kommentar von Norbert Müller (26.11. 2010 12:57 Uhr):
Hallo, absolut richtig Herr Vaupel. Kann Ihnen zu 100 % zustimmen, wenn da nicht ein kleines Problemchen wäre, dass Sie auch angeschnitten haben. Wer sind denn die Schuldener von Irland. DB, Commerz, einige franz. Banken usw. Bestimmt alles systemrelevante Banken, wie es so schön heisst, deren Gewinne natürlich in den Keller gingen. Solange die Schere zwischen Real- und Zinswirtschaft auseinander geht wird es schlußendlich zu einem großen haircut kommen. Derzeit sind die Schmerzen noch nicht groß genug. Der wirtschaftliche Aufschwung läuft doch. Alles ist in Ordnung. Warum steigen dann eigentlich die Neuverschuldungen?????. Warten wir halt auf den großen haircut. Hoffentlich haben wir dann noch Haare.
Antworten - Kommentar von hj (26.11. 2010 12:59 Uhr):
Das Problem ist doch nur von den irischen - / europäischen Banken (D, Fr etc) auf den Staat = Bürger übertragen worden. Das ist in sich selbst schon Betrug am Volk. Weiter, solange der „Finanz-Souffleur Ackermann“ bei Frau Merkel Gehör findet, solange ... Banken first, sind ja schließlich „Systemrelevant“ !
Antworten - Kommentar von Gabi Schoppe (26.11. 2010 13:10 Uhr):
Hallo Herr Vaupel, genau so denke ich auch. Vielleicht tragen Sie Ihre Gedanken mal bei unseren " Leistungsträgern" vor. Gruß Gabi Schoppe
Antworten - Kommentar von Helmut (26.11. 2010 13:21 Uhr):
...die Sache hat einen Haken, sie wird leider so nicht stattfinden....dies wiederspricht den gefassten Doktrin der "Systemrelevanz",zudem läßt sich ein Herr Ackermann,der 12 Millionen Peanuts im Jahr verdient nicht freiwillig zum Haircutter schicken,Frau Merkel verdient ja nur ca.200.000.-p.a.und ein Herr in Brüssel,übrigens ein Deutscher der über die Milliarden unter dem Rettungsschirm verfügt verkündet lautstark es seialles nicht so schlimm ,der Steuerzahler müsse überhauptnichts zahlen!??????Im Fernsehen!!!Da hauts einem die Gehirnschale weg!
Antworten - Kommentar von L Wolf (26.11. 2010 13:25 Uhr):
Was kann denn der leidtragende europäische Steuerzahler tun um Ihren Vorschlag zu verwirklicht zu sehen, Banken anzünden? Die Regierung stürzen? Die RAF wieder aufleben lassen? Oder die Banken der Bankster verstaatlichen, wie die Chinesen das machen. China hat die wenigsten Schrammen abbekommen bei der ganzen Finanzkrisenmalaise verursacht durch gierige Bankster. Gruß und schönes Wochenende. L.W.
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- Kommentar von jorgepeine (26.11. 2010 13:40 Uhr):
Wohl völlig richtig! Was spricht dagegen, dass diejenigen, die zocken wollen, auch mit dessen Risiko leben sollen? Jede Insolvenz bedeutet: Gläubiger müssen büßen. Aber in der Regel gibt eine Gläubiger ja nur Geld dem Schuldner, wenn er es übrig hat (jedenfalls würde ich so handeln) - und dann muss eben ein Risiko mit einkalkuliert werden ... such is life!
Antworten- Antwort von Siegfried Schmidt (26.11. 2010 18:33 Uhr):
vollkommen richtig.Auch aktienspekulationen haben ein nicht ge-ringes Risiko,und das muß der Anleger auch allein zahlen-im Verlustfall.Die Debatte hier im Börsenbrief ist doch eine rein akademische und wird zu nichts führen,nicht mal zum Frustabbau
- Antwort von Siegfried Schmidt (26.11. 2010 18:33 Uhr):
- Kommentar von lothar meckel (26.11. 2010 13:49 Uhr):
zum thema ir(r)land: mit normaler logik sind die entscheidungen über irlannd nicht mehr nachzuvollziehen. sind wir denn nur von europahörig/korupten politikern umgeben?? wer regiert/ steuert europa?? die wirtschaft/( die banken?? als mittelständischer unternehmer entfremdet sich die politik immer mehr von ihren wählern, dem mittelstand. die bankenhörigkeit dominiert zusehends. es dürfen auf keinen fall wieder steuergelder in das marode ir(r) land fließen. unternehmen die sich so verhalten würden sind nicht mehr finanziell handlungsfähig, gehen in die insolvenz oder sogar in den konkurs nach den gesetzen der freien marktwirtschaft. fehler werden gnadenlos bestraft. so muss es sein, das ist der richtige weg. weshalb diese rücksichtnahme unter dem schutzschild EU? meine meinung: irland darf durch die eu keinesfalls unterstützt werden, muss den weg in die zahlungsunfähigkeit gehen.eine marktbereinigung von unfähigen regierungen wirkt wunder,das lässt unsere gemeinsame währung wieder erstarken. lothar meckel
Antworten - Kommentar von Diego (26.11. 2010 14:15 Uhr):
Ach Herr Vaupel, Sie sprechen mir (wie so oft!) aus der Seele. Gründen Sie eine Partei, dann wüßte ich endlich, wen ich aus voller Überzeugung wählen könnte ... Natürlich hätte eine Pleite Irlands incl. haircut erstmal schmerzhafte Folgen für die Iren und ihre Gläubiger (und auch für andere Problemstaaten), aber es soll die treffen, die die Probleme verursacht und / oder daran verdient haben! Und das so schnell wie möglich - das dicke Ende wird auf jeden Fall kommen, aber je später, je schlimmer! Der Tumor muss herausgeschnitten, nicht jeden Tag neu verbunden werden ...
Antworten - Kommentar von Karmann (26.11. 2010 14:29 Uhr):
Hallo, Herr Vaupel, die Regierenden koennen doch anstellen was sie wollen, wie das Politbarometer zeigt. Die Leute waehlen bei den Landtags- und auch bei den Bundestagswahlen ihren Metzger immer wieder. Ciao H. Karmann
Antworten - Kommentar von Rainer Koch (26.11. 2010 16:15 Uhr):
Herr Vaupel, ich stimme Ihnen zu, wie viele andere auch. Deshalb vermisse ich noch Ihren Punkt 3: ... und warum es nicht so kommen wird (z.B. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren).
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- Kommentar von Kennydi (26.11. 2010 16:28 Uhr):
Warum wird eigendlich nicht öffendlich gemacht wer die Schuldner sind? Eine Deutsche Bank oder andere Europäische Grossbank z.B. könnte eine Mrd. wegstecken... sind zwar keine Peanuts mehr aber verkraftbar.... Ich finde den Vorschlag gut. Leider sind die Lobbyisten mal wieder in der Europäischen Union zu groß anstatt auf den gesunden Menschverstand zu setzen.
Antworten - Kommentar von Ellen N (27.11. 2010 01:36 Uhr):
Wir lassen Irland nicht hängen? Wieso? Hier geht es nicht um Moral sondern um Geschäft. Haircut – und dann? Wer würde danach noch Irische Staatsanleihen kaufen? Höchstens die EZB. Kann die EZB alle Staatsanleihen der PIIGS für 4% kaufen? Und wie bezahlt die EZB den nächsten Haircut? Ich weiß es nicht. Es mag folgerichtig gedacht sein, dass die Käufer der Staatsanleihen das Risiko tragen. Aber bei dem hohen Risiko führt das zu Zinszahlungen die so hoch sind, dass sie nicht geleistet werden können oder es wird keine Käufer geben. Grüße Ellen
Antworten - Kommentar von Ikaruso (27.11. 2010 15:00 Uhr):
Ihre Überlegungen sind sicher besser als das ständige schließen von Finanzlücken der Banken und Regierungen. Solange die wackligen Länder jedoch auf Hilfe der EU rechnen können, wird sich der Zustand nich bessern. Der Unsinn einer gemeinsamen Währung für völlig verschiedene Volkswirtschaften tritt immer deutlichen in den Vordergrund. Aber beim Geld hört die Freunschaft bekanntlich auf. Das Postulat,das eine gemeinsame Währung der Garant für ein friedliches Zusammenleben sei wird immer mehr ad absurdum geführt. Man muss ja auch nicht mit allen Frauen verheiratet sein, um einen freunschaftlichen Umgangston zu pflegen. Eine Polarisierung politischer Kräfte, die ein Ausscheiden aus dem Währungsverbund anstreben wird bald sicher dem Wähler zur Verfügung stehen.
Antworten - Kommentar von Hellmerichs (28.11. 2010 09:46 Uhr):
Lieber Herr Vaupel, vielen Punkten zu Schuldenkrise der Staaten stimme ich zu. Nicht richtig ist, daß Irland mit höheren Unternehmenssteuersätzen das Steueraufkommen steigert. Das Gegenteil könnte eintreten, wenn die Betroffenen ausweichen. Das passiert bei starker Erhöhung der Zigarettensteuer. Danach sinkt der Steuerertrag, und die Mafia verdient mehr. Mit besten Grüßen Gerd Hellmerichs
Antworten - Kommentar von Peter Braendle (28.11. 2010 16:52 Uhr):
Hallo Herr Vaupel, In keinem Kommentar finde ich eine Antwort auf Ihre Frage: Warum sollte nun, wo das Risiko zur Realität wurde, der Steuerzahler einspringen? Warum bitte? Wer kann mir eine Antwort geben??? Meine Bitte an Sie Herr Vaupel, machen Sie einen Vorschlag wie wir Steuerzahler unsere Stärke einsetzen können. Unsere Vorstellung einer vernünftigen Lösung einbringen können. Wie müsste die Regierung reagieren, wenn "jeder" in der Bevölkerung nur das kauft was dringend erforderlich ist. Weihnachten fällt aus, für "Alle" die schon "Alles" haben. Wir haben echtes Geld, richtige Geld-Scheine. Ist das im Vergleich mit Schein-Geld (Zahlen mit endlos vielen Nullen dahinter) nicht stärker? Echtes Geld, unsere Geldscheine sind stark genug um die Wirtschaft zu bewegen! Wenn von unseren echten Geldscheine viel weniger fließen, wie wirkt sich das auf die Geschäfte der Banken aus? Ist dieser Schaden nicht gewaltiger als ein Haircut? Könnte mit weniger Konsum verhindert werden, dass Steuergeld verteilt wird, weil die Steuergelder nicht mehr "reinkommen"?!? Haircut erscheint mir eine harmlose Sache - dadurch fallen nur ein paar Nullen hinter den Zahlen weg. Schein-Geld Beträge verringern sich ohne dass Steuergeld in immer höheren Beträgen verschwendet, ja vernichtet wird! Sorry, wenn meine Gedanken zu einfach sind. Ohne Studium ist es einfacher ;-)) Mit freundlichem Gruß, aus meinem ungeheizten Wohnwagen, Peter Braendle
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- Kommentar von WK (29.11. 2010 10:08 Uhr):
Tja, wie heisst es so schön bei den Fantastischen Vier? "Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht!"
Antworten - Kommentar von Michael Weidlich (29.11. 2010 10:20 Uhr):
sehr geehrter Herr Vaupel, das sehe ich genauso, doch wie so oft (leider fast ausnahmslos) beeinflussen die Lobbyinteressen eben zunehmend die Politik. Ob das wie hier bei uns im Finanzsektor ist oder im übrigen restlichen Leben. Die Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft hat vielleicht auch durch die Globalisierung erschreckende Auswirkungen genommen. Alleine im Bereich der Nahrungsmittelindustrie haben wir dank undurchschaubarer Subventionen völlig den Überblick verloren. Um nicht abzuschweifen wieder zurück zum Geld zu kommen, ist es uns allen nicht neu wie mit den Finanzen umgegangen wird. Sie haben ja bereits mehrfach in Ihren Beiträgen die skurrile Geldpolitik - nicht nur der FED - angeprangert. Richtig so, doch offensichtlich haben wir keine "kompetenten Politiker" mehr...leider ! viele Grüsse aus dem Taubertal, Michael Weidlich
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