Mehrere Gründe
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 16. Februar 2005 18:00 Uhr
ENL5462
Mein am liebsten gelesener Kolumnist (aus Gründen der reinen Unterhaltung), Thomas L. Friedman, hat wieder eine völlig dumme und sinnlose Idee. Kaum eine Woche vergeht, in der dieser große Weltverbesserer nicht einen weiteren lächerlichen Vorschlag macht. Diese Woche ist keine Ausnahme. Diese Idee ist seiner Aussage nach diesmal ursprünglich auf seine Frau Ann zurückzuführen. Er sagt uns: "Freies Parken überall in den USA für jedes Hybrid-Auto."
Die Details davon wurden – wie üblich – nicht genannt. Ich bezweifle, dass er möchte, dass ich meinen alten Pickup in seiner Garage parken würde, kostenlos, oder auf dem Rasen des Weißen Hauses. Und ich weiß auch nicht, was er mit dem Begriff "Hybrid-Auto" meint. Eine Kreuzung zwischen einem Volvo und einer Hyäne? Die Früchte der Union zwischen einem Sportwagen und einem Greyhound-Bus? Ich nehme an, dass er über ein Gemisch aus Benziner und Elektroauto spricht ...
Aber ich werde Mr. Friedman mit seinem Vorschlag erst einmal alleine lassen und mit anderen Dingen weitermachen.
Letzte Woche haben Ökonomen die neuesten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt studiert. Wie üblich wunderten sie sich, warum die Jobs, die sie erwartet haben, niemals erschienen sind. Im Monat Dezember waren sie enttäuscht, weil statt der erwarteten 200.000 neuen Jobs nur 157.000 neue Stellen vermeldet wurden. Und für Januar hatten sie erneut 200.000 neue Jobs prognostiziert. Einige dachten sogar, dass es 300.000 werden könnten. Aber tatsächlich wurden es dann nur 146.000 neue Stellen.
Auch im Dezember dachten die Ökonomen, dass sie das lang erwartete Wiedererwachen der amerikanischen Industrie sehen würden. Die Zahlen zeigten 3.000 neue Jobs im Produzierenden Gewerbe. Das mag zwar nicht viel erscheinen, aber es war das erste Mal seit langem, dass diese Zahl kein Minus davor hatte. Deshalb dachten viele Leute, dass dies ein Boden sei ... dass der Dollarrückgang schließlich die Firmen im Produzierenden Gewerbe dazu ermuntert habe, neue Leute einzustellen und mehr zu produzieren.
Aber dann kam die Nachricht, dass diese Zahl von 3.000 Plus auf 7.000 weniger revidiert werden müsse. Nicht nur das: Die Arbeiter in diesem Sektor arbeiteten auch weniger!
Alan Abelson betonte im Barron's Magazin, dass es – wenn es sich um einen "normalen Aufschwung" handeln würde – inzwischen 10 Millionen neue Jobs ... und ungefähr 4 Millionen mehr Arbeiter auf dem Markt ... geben würde.
Deshalb frage ich mich: Was stimmt nicht mit diesen Kapitalisten? Warum schaffen sie nicht die Jobs, die sie schaffen sollten?
Meine Antwort teils einfach ... teils komplex, oder teils zyklisch ... und teils strukturell; oder teils wirtschaftlich ... teils philosophisch.
Der einfache Teil: Die Unternehmen werden von Leuten mit privaten Informationen geführt. Ökonomen, Analysten und Politiker können uns sagen, dass die Dinge so laufen, wie sie wollen. Aber das ist nur ein öffentliches Geschwafel. Was hingegen die Geschäftsleute wissen, ist, wie viel es kostet, jemanden einzustellen ... und wie viel diese Person produzieren könnte ... und für wie viel sich das dann verkaufen ließe. Wenn der Geschäftsmann dadurch nicht mehr verdienen kann, dann wird er diese Person auch nicht einstellen. Das ist die Realität, die die Zahl der Beschäftigten und die Löhne unten hält. Es teilt uns mit, dass wir uns immer noch in einem zyklischen Abschwung befinden ... der wenige Zeichen für eine reale Verbesserung zeigt.
Zu den anderen Gründen ... siehe weiter unten!
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