Mehr Konjunkturprogramme
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 10. November 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Hier sind einige interessante Nachrichtenbeiträge, die ich gefunden habe, als ich nach der Rückkehr von der Ranch wieder Internetzugang hatte. Zuerst fand ich heraus, dass der Kongress noch mehr Konjunkturprogramme beschließt.
Der Senat beschließt möglicherweise eine Verlängerung des Programms der Steuernachlässe für Hauskäufer.
Der amerikanische Senat könnte schon heute einen Entwurf im Umfang von 45 Milliarden Dollar gutheißen, der die Steuernachlässe für Erstkäufer verlängert, die Arbeitslosenhilfen verlängert und Unternehmen, die Geld verlieren, Steuernachlässe gewährt.
Dieser Plan wäre die erste große Erweiterung von Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket von Februar. Er würde die 8.000 Dollar Steuernachlass für Erstkäufer noch bis zum 30. April verlängern. Eigentlich sollte das Programm in diesem Monat auslaufen. Es würde dahingehend erweitert, dass nun auch Menschen mit einem höheren Einkommen profitieren und einige, die bereits Häuser haben. Die Nachlässe würden 10 Milliarden Dollar kosten, heißt es vom Joint Committee on Taxation im Kongress.
Obama hat verlangt, dass man Senioren Schecks über 250 Dollar schicken soll, weil sie im nächsten Jahr auf den Schecks von Social Security keine Anpassung an die Lebenshaltungskosten erhalten werden.
Das Finanzministerium geht davon aus, dass mehr als 1,4 Millionen Amerikaner den Hauskäufernachlass in Anspruch genommen haben, was Kosten von ungefähr 10 Milliarden Dollar verursacht hat.
Senator Christopher Bond, ein Republikaner aus Missouri, bezeichnete den Steuernachlass als Geldverschwendung. Er sagt, Studien würden zeigen, dass die meisten derer, die Ansprüche anmelden, sowieso ein Haus gekauft hätten.
Für den absoluten Großteil der Fälle, war es nur ein Geschenk ohne Gegenleistung, weil es ihre Entscheidung zum Kauf nicht beeinflusst hat", so sagte er in dieser Woche. Es ist eine schrecklich wirkungslose Sache, unverantwortlich und eine schlechte Verwendung der Ressourcen der Steuerzahler."
Und wenn man die Steuernachlässe auch denen gewährt, die schon ein Haus besitzen, dann würde das auch nicht die überschüssigen Häuser reduzieren, die man für die Konjunkturkrise im Immobiliensektor verantwortlich macht, denn jeder Käufer, der diesen Nachlass in Anspruch nimmt, wäre dann notwendigerweise auch ein Verkäufer", hieß es von Goldman Sachs. Es heißt, dass der Plan die Hauspreise vielleicht um 1% anheben könnte, weil die Verkäufer vermutlich einen Teil des Steuernachlasses in ihren Verkaufspreis mit einrechnen."
Und hier ist ein Update aus der Stadt der Motoren:
Immobilienauktionen für städtisches Brachland scheitern
In einem überfüllten Ballsaal neben einem bankrotten Kasino, durchstöberten Spekulanten was noch übrig ist, vom Immobilienmarkt in Detroit. Das meiste wurde ausrangiert."
Nachdem die Rufe Ohne Gebot" fünf Stunden lang den Takt angaben, für Immobilien, die im Auktionsbuch - so dick wie das Telefonbuch der Stadt - aufgelistet waren, ließ die Energie des Auktionators nach.
OK", sagte er, wir haben nur noch 300 Seiten vor uns."
Bei den Anlegern weckte das ein müdes Lachen, Sie waren bereit, den Würfel über die Stadt, die ein Symbol für den Zusammenbruch der amerikanischen Automobilindustrie, den Druck auf die industrielle Mittelschicht und die hartnäckigen Probleme der Armen in der Stadt ist, entscheiden zu lassen.
Auf dem Auktionsblock in Detroit stehen fast 9.000 Häuser und Grundstücke.