Mehr Gewinn, praktisch ohne Risiko?
Frank Holmes in Traders Daily
vom 26. Juni 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
U.S. Global Investors hat die Untersuchungen zur Investition in Goldaktien von Jeffrey Jaffe auf den aktuellen Stand bringen lassen. Jeffrey Jaffe ist Finanzprofessor an der Wharton School. Diese Ergebnisse wurden erstmals im Financial Analysts Journal im Jahr 1989 veröffentlicht. Professor Jaffes Studie befasst sich mit der Phase von September 1971, gleich nachdem Präsident Nixon die Möglichkeit, den Dollar in Gold zu wechseln abschaffte, bis Juni 1987.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Hinzufügen von Gold und Goldaktien zu einem großen Portfolio sowohl die Risiken als auch die Erträge erhöht, dass jedoch die zusätzlichen Erträge aus diesen nicht korrelierenden Anlagewerten die zusätzlichen Risiken mehr als ausgleichen können.
Während der Phase, mit der sich die Studie befasst, erlebten Goldbullen einen durchschnittlichen monatlichen Gewinn von 1,56%, was deutlich besser ist als die 1,06% monatlicher Gewinne bei den verbreiteten Aktien, die über den S&P500 abgebildet werden. Goldaktien strahlten sogar noch heller, und brachten im Durchschnitt 2,16% pro Monat ein.
Auf Seite der Risiken, unterliegen Gold und Goldaktien größeren Schwankungen (die über Standardabweichungen gemessen werden). Doch Jaffe stellte fest, dass das Hinzufügen von Gold und Goldaktien zu einem diversifizierten Portfolio, aufgrund ihrer nicht-korrelativen Qualität, die Risiken vermutlich sogar reduzieren würde.
Ich habe mir die Ergebnisse von Jaffes Studie zu Goldaktien noch einmal angesehen (bemessen über den Toronto Stock Exchange Gold and Precious Minerals Total Return Index, umgerechnet in amerikanische Dollar) und es mit dem S&P 500 Total Return Index von September 1971 bis Mai 2009 verglichen.
Meine Untersuchungen erstreckten sich dabei auch auf die Schaffung einer effizienten Markierungsreihe, um so eine optimale Aufteilung des Portfolios zwischen Goldaktien und dem S&P500 mit einer jährlichen Neuanpassung zu erzielen. Der dabei entstehende Graph zeigt ein Portfolio mit 85% im S&P500 und 15 % in Goldaktien, das im Grunde genommen den gleichen Schwankungen unterworfen ist, wie der S&P500, dabei aber bessere Erträge liefert.
Zwischen September 1971 und Mai 2009 brachte der S&P 500 im Schnitt einen Jahresertrag von 9,34%. Mit 15% Goldaktien mit einer jährlichen Neuanpassung, hätte man im Schnitt pro Jahr Erträge von 0,89% mehr erzielt.
Wie viel sind 0,89% im Jahr? Geht man von ähnlichen durchschnittlichen jährlichen Erträgen seit 1971 aus und einem jährlichen Neuabgleich über 25 Jahre, so würde eine Geldanlage von 10.000 Dollar mit 15% Goldaktien heute 114.000 Dollar wert sein, 22% mehr, als das Portfolio, das zu 100% in den S&P 500 investiert hat, und das im Grund genommen, ohne zusätzliches Risiko.