Mehr Einsatz gegen die Staatsverschuldung
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 21. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Dem statistischen Bundesamt zufolge fiel im Jahresdurchschnitt 2009 der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies war der stärkste Rückgang im Jahresdurchschnitt seit Beginn der Erhebung im Jahre 1949.
Relativ starker Rückgang der Energiepreise
Fast zwei Drittel des Rückgangs der Erzeugerpreise war auf den Verfall der Energiepreise zurückzuführen. Die Preise für Energie gingen im Jahresdurchschnitt 2009 um 8,3% zurück. Mineralölerzeugnisse waren im Jahresdurchschnitt 2009 um 18,5% billiger als im Vorjahr und elektrischer Strom um 5,9%. Die Preise für Erdgas lagen im Jahresdurchschnitt um 8,8% unter denen des Vorjahres.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr nur um 2,2%. Interessant auch, dass die Preise für Vorleistungsgüter im Jahresdurchschnitt um 5,2% niedriger als im Vorjahr waren, die Preise für Verbrauchsgüter dagegen nur um 1,6%.
Neues von der Hotelpreisfront
Sehr spannend war gestern auch, was der Bundesverband der Verbraucherzentralen zu den Kosten für Hotelgäste mitzuteilen hatte. Trotz der Absenkung des Umsatzsteuersatzes für Übernachtungen von 19 auf 7 Prozent zum 1.1.2010 (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) seien in einer bundesweiten Stichprobe unter 600 Hotels nur sage und schreibe 7,4 Prozent günstiger geworden. In fast 14 Prozent der Fälle seien die Preise für den Endkunden gar gestiegen. Dem Branchenverband Dehoga zufolge ist es aber wegen der Wirtschaftskrise von Januar bis Oktober 2009 im Durchschnitt zu einem Rückgang der Zimmerpreise um acht Prozent gekommen. Generell sei der Markt durch Überkapazitäten und immens hoher Wettbewerbsintensität bestimmt.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, böse Zungen behaupten ja, dass nun auch die Hoteliers endlich ihre Abwrackprämie" erhalten haben. Und es stehen bestimmt noch viele andere Lobbyvertreter an der Seitenlinie, die sehnlichst auf Staatshilfe für ihre Branche warten.
Mehr Einsatz gegen die Staatsverschuldung
Indes meldet sich just im Kontext mit der Bundestagsdebatte zum Haushalt 2010 (2010 wird der Bund mit dem Nebenhaushalt für die Bankenrettung bzw. Konjunkturpaket über 100 Milliarden neue Schulden aufnehmen müssen; die Finanzagentur GmbH muss für den Bund im Jahr 2010 insgesamt 343 Milliarden Euro refinanzieren) das Bundesbank-Vorstandsmitglied Fabritius zu Wort und betont, dass Deutschland finanzpolitisch das Wasser bis zum Hals stehen würde". Die Lage werde auch dadurch nicht besser, dass es vielen Staaten noch schlechter gehen würde. Daher sei es in den nächsten Jahren eine der Hauptaufgaben der Wirtschaftspolitik, die öffentlichen Haushalte wieder ins Lot zu bringen.
Ja, noch wird Deutschland als Einäugiger in der Allianz der blinden Schuldenmacher" angesehen. Fraglich bleibt allerdings, wie lang dies noch der Fall sein wird.
Wie auch immer, in Relation zur dramatischen Not in Haiti sind die Probleme in unseren Breiten immer noch relativ klein". Insofern sei mir auch noch im Namen der Verlagsleitung gestattet, Sie, werte Leserin, werter Leser, im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Spende, zum Beispiel für die Kindernothilfe
zu bitten.
Beim schweren Nachbeben der Stärke 6,1 wurde das "Krankenhaus der Hoffnung", Notfallklinik der Humedica-Ärzte, schwer beschädigt. Aus Sicherheitsgründen wurden die Patienten evakuiert und werden nun in Zelten und unter freiem Himmel behandelt. Alle Ärzte sind wohlauf und können weiterarbeiten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ina Hallermann (21.01. 2010 13:46 Uhr):
Danke, dass sie an Haiti denken und den Link zur Kinder-Nothilfe gesendet haben! Es ist sicher wichtig, wachsam zu sein und unser Vermögen zu schützen. In dem Sinne bin ich für Ihre Artikel dankbar! Dennoch sitzen wir alle im selben Boot - auf dem Planeten Erde - wir werden uns in Zukunft nicht völlig verschließen können, was da am "anderen Ende des Bootes " passiert! Vielleicht wird uns unser Reichtum (verglichen mit 80 % der Weltbevölkerung) auch deshalb noch gelassen, damit wir zusammenarbeiten lernen... Danke! Mit freundlichen Grüße! I. Hallermann.
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