Medienschau: Nordex und Hochtief
Cindy Bach (Insider daily) in Investors Daily
vom 8. Oktober 2010, 18:00 Uhr
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bei Nordex läuft es allmählich wieder rund. Gerade erst hat Nordex-Großaktionärin Susanne Klatten vom Bundeskartellamt grünes Licht erhalten, ihren Anteil an Nordex auf mehr als 25% auszubauen und schon kauft und kauft die Quandt-Erbin fleißig Anteile zu. Allein in den vergangenen Tagen erwarb Klatten über ihre Investmentgesellschaft Ventus Venture rund 240.000 Nordex-Aktien. Dafür legte sie rund 1,6 Mio. Euro auf den Tisch, also bezahlte sie im Schnitt 6,72 Euro je Aktie.
Mit den neu hinzugekauften Aktienpaketen hat Klatten ihren Anteil von zuletzt 24,3% auf 24,67% aufgestockt. Die Großaktionärin nimmt also zügigen Schrittes die Sperrminorität bei 25% in Angriff. Der Fonds Ventus Venture wird von Klattens Ehemann, Jan Klatten, geführt, der auch seit Jahren im Aufsichtsrat von Nordex sitzt. Doch laut Aussage von Nordex-Chef Thomas Richterich plant die Industriellenfamilie nicht, die 30%-Hürde zu überschreiten. Denn dann müsste der Großaktionär ein Übernahmeangebot an die anderen Aktionäre abgeben. Eine Komplettübernahme ist demnach also auszuschließen.
Nordex beginnt Produktion im neuen US-Werk
Ebenfalls in dieser Woche gab Nordex die Eröffnung und Inbetriebnahme der ersten US-Produktionsstätte in Jonesboro (Arkansas) bekannt. Im September 2009 feierte der Windenergieanlagenhersteller hier den ersten Spatenstich und nun startet hier die Produktion mit zunächst 42 Mitarbeitern. Diese wurden für die Aufnahme des Betriebs in einer zehnwöchigen Intensivschulung in der europäischen Fertigungszentrale von Nordex in Rostock bestens auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Zudem unterstützen Kollegen aus Deutschland die amerikanische Belegschaft für mehrere Monate vor Ort. "Die Windenergie hat in den USA großes Potenzial. Um kompetente Arbeitskräfte für die Industrie zu schaffen, müssen wir jedoch Wissen und Können übernehmen. Nordex investiert hier und bringt dieses Know-how in die Vereinigten Staaten", betont Joe Brenner, Leiter der US-Produktion.
Hochtief erhält gleich mehrere Großaufträge
Über einen Großauftrag aus den USA kann sich aktuell auch der von feindlichen Übernahmeplänen geschüttelte Baukonzern Hochtief freuen. So sollen sich aktuellen Medienberichten zufolge die Hochtief-Tochtergesellschaften in den USA, Deutschland und Polen Aufträge im Wert von insgesamt 366 Mio. Euro gesichert haben.
Die Töchter Flatiron und Turner werden gemeinsam mit Partnern den Oakland Airport Connector in Kalifornien planen und bauen - eine Bahnstrecke für den Passagiertransport zum Oakland International Airport. Allein dieser Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 262 Mio. Euro.
Außerdem hat Turner mit den Arbeiten am Penn Park, dem Sportzentrum der Universität Pennsylvania/ Philadelphia, im Wert von 22 Mio. Euro begonnen und wird zudem für gut 28 Mio. Euro das Construction-Management am Transbay Transit Center, einem Bahnhof in San Francisco, übernehmen.
Einen Auftrag im Volumen von mehr als 100 Mio. Euro erhielt die Hochtief Facility Management von der Münchener Rück. Im Rahmen dieses Auftrages wird die Konzerntochter ab März 2011 für acht Jahre das komplette Facility-Management für den Rückversicherer in München übernehmen. Zudem wird Hochtief Polska für etwa 32 Mio. Euro an der Universität Krakau ein Fakultätsgebäude errichten.
Was sagen die Analysten?
Die Aktie von Hochtief notiert heute leicht im Plus bei knapp 64 Euro. Analyst Ingbert Faust Equinet hält diesen Kurs für deutlich zu niedrig. Er hat die Aktien des deutschen Baudienstleisters nach der geplanten Abwehr gegen die Übernahme durch ACS auf nochmals zum Kauf empfohlen. Das Kursziel sieht der Experte bei 90,00 Euro. Denn er rechne mit einem weiteren Kursanstieg im Laufe der Übernahme des Düsseldorfer Bauunternehmens.
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Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag.
Ihre
Cindy Bach