Medienschau: Deutsche Bank und Adidas
Katja Kram in Insider Daily zum Thema Dax 30
vom 5. August 2009, 14:30 Uhr
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Deutsche Bank will sich an Sal. Oppenheim beteiligen
nach dem Einstieg bei der Deutschen Postbank strebt die Deutsche Bank nun eine Beteiligung bei der in Bedrängnis geratenen Privatbank Sal. Oppenheim an. Das Kölner Bankhaus war wegen der Krise ins Minus gerutscht und außerdem brachte die Beteiligung am insolventen Handelskonzern Arcandor die Kölner in unruhiges Fahrwasser.
Wie die Deutsche Bank nun mitteilte, befinde man sich mit Sal. Oppenheim in Gesprächen über eine "strategische Partnerschaft", von der beide profitieren könnten. Ziel einer möglichen strategischen Partnerschaft ist der Ausbau des Privatkundengeschäfts. Die Vorteile: Kunden der Privatbank Sal. Oppenheim würde der Zugang zum globalen Netz der Deutschen Bank ermöglicht. Die Deutsche Bank könnte mit dieser Zusammenarbeit ihre Position im gehobenen Privatkundengeschäft stärken. Bisher habe der Branchenprimus aber lediglich ein Angebot für eine Kapitalbeteiligung abgegeben, die sich nach eigenen Aussagen aber in Grenzen halten wird. Über die Details zum Volumen wird derzeit noch geschwiegen. Vorab berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass es sich nach Aussagen von Finanzkreisen um eine Minderheitsbeteiligung von weniger als 50% handelt.
Adidas trotz Gewinneinbruch noch in Schwarz Zahlen
Für reichlich Gesprächsstoff sorgt auch die Aktie von Adidas. Denn nach der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal legte der Kurs der Aktie einen wahren Spurt von zeitweise über 7% auf 32,75 Euro nach oben hin. Und dass, obwohl die Herzogenauracher einen dramatischen Gewinneinbruch vermeldeten. Demnach ist der Konzerngewinn des Sportartikelherstellers im Zeitraum April bis Ende Juni um 93% auf 9 Mio. Euro zurückgefallen. Analysten hatten mit einem tieferen Absacken des Gewinns gerechnet. So lagen die Markterwartungen bei einem Verlust von 5 Mio. Euro. Der Umsatz mit 2,45 Mrd. Euro konnte die Markterwartungen ebenfalls leicht übertreffen.
Trotz des Gewinneinbruchs ist man im Hause Adidas für die zweite Jahreshälfte optimistisch. Nach Angaben des Vorstandschef Herbert Hainer rechnet der Konzern mit einer deutlichen Besserung beim Gewinn im zweiten Halbjahr 2009, allerdings werde man an das Vorjahresergebnis nicht anknüpfen können. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Talsohle in unseren Finanzergebnissen dieses Jahr durchschritten haben", sagte Hainer.
Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Mittwoch.
Ihre
Katja Kram