MDax und Indikatoren-Analyse
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 17. September 2010, 18:00 Uhr
ENL5454
wie am Mittwoch angekündigt betrachten wir heute den MDax mit den Firley-Indikatoren. Kurz zur Erläuterung:
Zum einen habe ich den Firley lang entwickelt, der - wie der Name schon sagt - die längerfristigen Trends anzeigen soll. Daneben gibt es den Firley kurz, der eher kürzerfristige Kauf- und Verkauf-Signale anzeigt. (Für Technische Analyse-Fans: Diese beiden Indikatoren sind, einfach ausgedrückt, eine Kombination verschiedener Exponentieller Gleitender Durchschnitte).
Zur Veranschaulichung hier der MDax-Chart, der die Signale beider Indikatoren anzeigt.
Chart MDax
Im oberen Chartteil sehen Sie den MDax-Verlauf seit Sommer 2008. Im unteren Chartteil ist der Firley lang abgebildet (zum Firley kurz kommen wir gleich).
Überschneidungen dieses langen Indikators mit der Null-Linie zeigen Kauf- oder Verkaufsignale an. Sie sehen hier zwei rote Rechtecke (Verkauf-Signale) und ein grünes Rechteck (Kauf-Signal).
Hervorragende Verkaufsignale, spätes Kaufsignal
Analog dazu sehen Sie im oberen Chartteil zwei rote Kreise und einen grünen Kreis. Selbst der Börsenlaie erkennt hier, dass die roten Verkauf-Signale zu außerordentlich guten Ergebnissen geführt hätten oder eben vor Verlusten bewahrt haben (da bei einem Verkaufsignal eben MDax-Kauf-Positionen glatt zu stellen wären). Das grüne Kauf-Signal (bei 6.342 Punkten) weist zwar auch ein gutes Ergebnis auf (immerhin ein Plus von 2.300 MDax-Punkten oder über 30% Gewinn), jedoch erkennen Sie im Chart, dass dieses Signal relativ spät generiert wurde. Kommen wir nun zu den Signalen des Firley kurz:
Kurzfristige Kauf- und Verkauf-Signale
Im oberen Chartteil sehen Sie grüne Dreiecke und weiße „Doppelbalken" (die so ähnlich aussehen wie ein „ist gleich"-Zeichen). Wie Sie sicherlich schon erraten haben steht das grüne Dreieck für ein Kauf-Signal. Der Doppelbalken zeigt an, wann dieser Kauf wieder glatt gestellt werden soll oder (für Trader) eine Short-Position (Spekulation auf fallende Kurse) eröffnet werden soll. Sie erkennen:
Der Firley kurz liefert in Trendphasen recht gute Ergebnisse. Herausragend war zum Beispiel (hervorgehoben durch die blauen Pfeile) das Verkaufsignal im Juni 2008, als gleichzeitig auch der Firley lang ein Verkaufsignal anzeigte. Auch das Kaufsignal Ende März 2009
In einer Seitwärtsphase allerdings (wie aktuell) wechselt dieser Indikator recht häufig die Richtung. Daher:
Erst langfristig, dann kurzfristig analysieren
Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass gute Ergebnisse erzielt werden, wenn die kurzfristigen Signale genau dann befolgt werden, wenn auch der langfristige Indikator in dieselbe Richtung zeigt. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, ist anzuraten die kurzfristigen Signale mit einem anfänglich kleineren Einsatz zu „befolgen". Sollte sich das Signal als haltbar erweisen, kann diese Position immer noch aufgestockt werden (Stichwort: Pyramdisieren).
Unerlässliches Sahnehäubchen für dieses Vorgehen an der Börse ist noch eine Stopp-Strategie, die Analyse anderer Indikatoren (z.B. Money Flow Index, der Kurs UND Volumen berücksichtigt) sowie verschiedene Feinheiten (z.B. wann ein Signal nicht befolgt wird... aber das würde an dieser Stelle zu weit führen).
DAS ist das ganze Geheimnis. Ich hoffe, die Indikatoren-Darstellung war schlüssig und verständlich... ansonsten stellen Sie bitte einfach Fragen mit der „Kommentar-Funktion".
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
