Massenmediale Ablenkungen
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 10. August 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
die verrücktesten Geschichten schreibt wohl immer noch das Leben.
Bei meinen üblichen Streifzügen durch die Massenmedien stieß ich erneut auf eine tragische Geschichte, von der ich schon mal vor einiger Zeit gelesen hatte.
Für die von Ihnen, die noch nicht damit vertraut sind:
Adolf Hitler lebt in den USA. Sie lesen richtig. Und zwar im Bundesstaat New Jersey. Es gibt da nur einen kleinen Punkt:
Adolf Hitler ist gerade mal drei Jahre alt.
Die Rede ist natürlich nicht vom verrückten Massenmörder, der wieder sein Unwesen treibt oder gar durch irgendein teuflisches Ritual reinkarniert worden wäre, sondern von einem armen Jungen, dessen geistig verwirrte Neonazi-Eltern ihm diesen Namen gaben.
Der kleine Adolf ist inzwischen in Obhut der US-Behörden und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was dieser Junge mit solch einem Namen durchmachen muss (sein Vater gab ihm wohl den Namen). Welcher sich bei Verstand befindende Vater mutet so etwas freiwilig seinem Kind zu?
Doch auch ein anderer "Vater" geizt nicht mit Zumutungen
Die Rede ist natürlich von "Vater" Staat und seinen lieben Politikern. Ich möchte hier gar nicht zu weit ausholen, jedoch heute nur kurz einmal aufzeigen, welch kraftvolle Substanz, Komptenz und Glaubwürdigkeit hinter dunkelroten Märchenwelten nach wie vor steckt.
Wie man in den Medien lesen konnte, präsentierte der oberste Herr der Gerechtigkeit für den "kleinen Mann", Chef der Linken, Klaus Ernst, in den Medien nicht so wirklich die ganze Wahrheit, als man ihn nach seinem Aufenthaltsort für seinen Urlaub befragte...
Angesichts dieser Peinlichkeit (siehe Link) würden sicher nur böse Zungen und hoffnunglose Zyniker auf die völlig absurde Idee kommen, dass im sozialistischen Utopia nicht nur alle gleich sondern eben doch manche ein wenig "gleicher" sind, wie zu "Blütezeiten" des Sozialismus bereits vor Jahrzehnten gesehen oder aktuell im "Musterstaat" Nordkorea live zu sehen (ich hatte hierauf ja auch schon im Zusammenhang mit anderem Personal der dunkelroten "Gerechtigkeitspartei" hingewiesen, etwa Frau Wagenknecht...).
Eine Zumutung kommt jedoch selten allein...
daher darf bei politischen Zumutungen auch Brüssel nicht fehlen, denn dort hat man sich eine ganz besondere Zumutung ausgedacht. Die Rede ist von Citzalia einem EU-Propaganda-Computerspiel, mit dem "Demokratie virtuell lebbar" gemacht werden soll (wenn es schon in der Realität nicht klappt mit der Demokratie und der EU, soll das der zynische Ausweg sein? Die Matrix lässt grüßen...).
Wie im Link oben zu sehen, deutet die schlechte Grafik darauf hin, dass sich dieses Propaganda-Instrument, wie einige Maßnahmen der EU bereits zuvor auch, wieder auf junge Schüler richten wird, um eine entsprechende Indoktrinierung zu versuchen. Einen Erwachsenen wird man mit solch erbärmlichen Animationen sicher kaum beeindrucken können.
Leider scheint den Programmierern jedoch ein wichtiges Detail entgangen zu sein, denn wie man hört gibt es in dem Spiel keine Lobbyisten... Na sowas? Ob denn da noch ein "Reality-Patch" kommen wird für das tolle "Spielchen"? Wohl nicht...
Oder vielleicht sollte man sich doch einmal den ein oder anderen amerikanischen Experten der US-Armee kommen lassen. Diese ist im Bereich Indoktrinierung und Gehirnwäsche der Jugend durch Propaganda-Computerspiele nämlich schon deutlich weiter, wie man etwa an klangvollen Computerspieltiteln wie "America's Army" eindrucksvoll begutachten kann (Hierbei empfehle ich übrigens besonders die Lektüre des zweiten Abschnitts des verlinkten Wikipedia-Artikels).
Herr Hahn, kommen Sie bitte auf den Punkt!
Wie Sie sehen, füllte ich den Artikel heute bewusst mit allerlei kuriosen Informationen, die jedoch unter dem Strich betrachtet in der obigen Anordnung primär dazu dienen, Sie zu beschäftigen und abzulenken.
Welche der oben genannten Informationen ist denn für Sie wirklich von Bedeutung? Welche bringt Sie weiter? Welchen Nutzen etwa hat das Wissen um den dreijährigen Adolf, so interessant das alles auch beim Lesen sein mag?
Interessant zu lesen ist vordergründig sicher sehr viel und ich wette, Sie haben auch auf den ein oder anderen Link geklickt oder mit dem Gedanken gespielt, es zu tun? Ein Blick über den Tellerrand ist ja auch oftmals mehr als berechtigt. Aber der Übergang kann durchaus fließend sein:
Genau so verhält es sich nämlich mit zahlreichen Finanzinformationen in den Finanzmedien. Es gibt unheimlich viel vermeintlich wichtige und nützliche Dinge zu lesen, doch wenn man einmal hinter die Nebelbank schaut, ist das Meiste davon völlig irrelevant und dient oftmals nur der Generierung und Steigerung von massenmedialen Absatzzahlen.
Konzentrieren Sie sich daher gerade bei Finanzinfos auf das Wesentliche. Weniger ist hier oftmals mehr. Gerade in unklaren Phasen sagt ein bewährter Indikator oder ein verlässlicher Marktkommentar mehr aus als ein vermeintlich "heißer" Bericht in den Medien (man denke hier nur an die Panik 2008, die zahlreiche Anleger dank der zusätzlichen medialen Befeuerung völlig den Verstand verlieren und ihre Regeln vergessen ließ).
Manchmal reicht auch schon eine Hand voll bewährter Regeln und deren Einhaltung, um einen gewissen Erfolg zu erzielen. Ganz ohne den Zwang, alle Informationen aus den Medien "aufsaugen" zu müssen, um bestmöglich informiert zu sein.
Fünf Punkte, die meinem amerikanischen Kollegen Dr. Mark Skousen übrigens sehr wichtig scheinen, schildert er Ihnen heute im zweiten Artikel dieser Ausgabe (Hinweis der Vollständigkeit halber: Es handelt sich hier um seine Ansicht, meine Meinung weicht hier teilweise doch ziemlich ab, besonders in Punkt 1).
Beste Grüße
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