Massachusetts
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 30. Juli 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Massachusetts. Gibt es denn niemanden, der weiß, wie man dieses Wort schreibt? Zumindest nicht in diesem Büro. Aber Sie werden schon wissen, von welchem Staat ich spreche. Es ist der Staat, der im 17. Jahrhundert Hexen verbrannte. Der seine Kolonien im 18. Jahrhundert zum Landesverrat gegen die Krone führte. No Taxation without Representation" (Keine Besteuerung ohne Vertretung) verlangten sie auf ihren Spruchbändern.
Was haben sie sich dabei gedacht? Die Briten haben ein paar Zölle und ein paar Steuern erhoben, aber insgesamt machten sie vermutlich weniger als 5% des Einkommens aus. Die meisten Einwohner der Kolonie kamen nur selten, wenn überhaupt, in Kontakt mit der Regierung unter König George, die sie meist in Ruhe ließ. Heute kann ein normaler Bürger der Regierung nicht entkommen.
Alles ist Zulassungen, Regulierungen, Besteuerungen, Einschränkungen, Zertifizierungen, Verifizierungen und Genehmigungen unterworfen. Heute ist es die Regierung der Einwohner, die mit Schwärmen von Beamten die Bevölkerung belästigt und sie ausnimmt wie einen Hummer. Die Steuerbelastung eines jeden Bürgers in diesem Staat Neuenglands ist heute achtmal höher als zu Kolonialzeiten. Besteuerung mit Vertretung stellte sich als schlechter heraus, als die andere Variante.
Im 19. Jh. gab Massachusetts den entscheidenden Ausschlag für einen Krieg gegen den Süden. Es waren Freiwillige aus diesem Staat Neuenglands, die die Massen in Baltimore am Anfang des Krieges aufwiegelten... und die dann auf unbewaffnete Zivilisten schossen. Und auch hier frage ich mich: Was haben sich die Yankees gedacht? Die unfreiwillige Versklavung der Schwarzen hatte aufzuhören... aber die freiwillige Versklavung der Weißen durch den Staat war auch nicht viel besser.
In New York gingen die Iren wegen der Einberufung auf die Barrikaden. Die Yankees mussten ihre Soldaten einsetzen, um die eigenen Leute unter Kontrolle zu bringen... ehe sie ihre mörderischen Kampagnen gegen den Süden fortsetzen konnten. In der Zwischenzeit hat der Rest der Welt die Sklaverei fast ohne Kampf aufgegeben.
Irgendetwas muss da oben im Trinkwasser sein. Im 20. Jahrhundert hat Massachusetts die gesamte Nation zu immer höheren Steuern, strengeren Regulierungen, Schulden und Zerstörung geführt. Es waren die besten und klügsten" aus Harvard, die die Nation in den entsetzlichen Krieg gegen Vietnam führten... und ein weiterer Harvardstudent, der die Nation in den Irak brachte.
Ich erwähne Massachusetts aber nur deshalb, weil es heute der Ort ist, an dem es einen riesigen Batzen unverkaufter Häuser gibt.
*** Der arme Joe P. Eine Zeitung aus Palm Beach berichtet, dass er morgens schweißnass" aufwacht, weil er sich Sorgen um seine Immobilieninvestitionen in Südflorida macht. Er hat schon 55.000 vom Preis für seine Eigentumswohnung nachgelassen und immer noch greift niemand zu.
Ich bin vor dieser ganzen Geschichte nie ein wirklicher Investor gewesen, aber irgendwie bin ich da rein geraten", sagte er zu einem Reporter. Jetzt versucht er eine Möglichkeit zu finden, wieder raus zu geraten, ohne sich die Finger zu verbrennen.
Aber es ist heute in den USA eben schwer geworden, Wohnungen abzustoßen. Es wird immer schwerer, sie zu tragen... und immer schwerer, sie abzuwerfen. Einige Blöcke wirken verlassen, so wenige Bewohner gibt es. Viele der Wohneinheiten stehen zum Verkauf. Viele andere sind einfach nur unbewohnt und warten darauf, dass es weiter geht.
Überall sieht man die Schilder Zu Verkaufen'. Immobilienmakler haben ihre Informationskästen an vielen Haustüren hängen.