Markt-Kurzupdate: Russell 2000 am Widerstand
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 28. April 2011, 17:00 Uhr
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auch wenn die Woche schon seit ein paar Tagen wieder läuft, so hoffe ich, dass Sie angenehme Osterfeiertage verbracht haben. Wie donnerstags üblich, widme ich mich auch heute wieder der technischen Lage der Märkte.
Was hat sich getan?
Beginnen wir mit dem Russell 2000 Index, dem bekanntliche wichtigsten weltweiten Leitindex im Bereich der Nebenwerte.
Quelle: Stockcharts
Wie Sie sehen können, steht der Index kurz vor einem Widerstand, welcher sich durch sein letztes lokales Hoch ergibt. Der Williams %R Index deutet zwar auf eine kurzfristige Überkauftheit hin, jedoch gehe ich nicht davon aus, dass das den Russell 2000 groß aufhalten wird, sein altes Hoch zu überwinden.
Mit weiterhin lockerer Liquidität, die ja gestern erst durch die FED bestätigt wurde, sollte es für den Index nicht schwer werden, vor einem stabilen Gesamtmarkthintergrund weiter zu steigen.
Und in der Tat zeigt sich dieser auch bereits schon, wenn wir uns den S&P 500 näher ansehen:
Quelle: Stockcharts
Wie Sie im obigen Chart sehen können, ist der S&P 500 bereits auf Tagesbasis über sein altes Hoch gestiegen und aus seiner Dreiecksformation ausgebrochen. Dies lässt auf weiter steigende Kurse in nächster Zeit schließen.
Grundsätzlich wäre es ein bullisches Idealbild, wenn der Russell 2000 Index hierbei den S&P 500 outperformen würde, doch tut er dies im Moment nicht.
Grund zur Sorge sehe ich jedoch trotzdem nicht, denn wenn wir uns einmal die relative Stärke der Nebenwerte verglichen mit dem Gesamtmarkt ansehen, zeigt sich, dass diese durchaus im Aufwärtstrend ist. Die aktuelle Phase bildet lediglich eine Konsolidierung:
Quelle: Stockcharts
Ich gehe davon aus, dass es letztlich der relativen Stärke gelingen wird, hier wieder nach oben auszubrechen. Sollte hingegen ein Ausbruch nach unten erfolgen, wäre dies als ein Zeichen für Marktschwäche zu interpretieren, erst recht, wenn die Marktinterna sich dann auch schwach zeigen sollten. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ein reines Gedankenspiel.
Denn auch der NYSE BP Index sieht sehr gesund aus und ist nach wie vor auf dem Status "Bull confirmed".
Quelle: Stockcharts
Zur Erinnerung: Der NYSE BPI wird berechnet, indem alle an der New Yorker Börse gelisteten Aktien betrachtet werden und ausgewertet wird, welche dieser Aktien sich auf einem Point & Figure Kaufsignal befinden. Diese Anzahl wird durch die Gesamtzahl der an der NYSE gelisteten Aktien dividiert. Um einen anschaulicheren Indexwert zu erhalten, multipliziert man anschließend das Ergebnis nochmals mit 100.
Wenn nun eine größere Anzahl an Aktien von einem Point & Figure Kaufsignal in ein Point & Figure Verkaufsignal wechseln, so lässt sich daraus folgern, dass in einem gewissen Umfang Kapital aus dem Markt gezogen wird.
Damit bleibt natürlich noch die Frage, ab wann ein derartiger Mittelabzug relevant ist, denn man möchte ja als Anleger sich nicht bei jedem kleineren Mittelabzug die Frage stellen, wie ernst dies nun zu nehmen ist (oder auch nicht). Historisch bewährt hat sich hier die Schwelle von 3 Boxen. Wenn also der Index über 3 Boxen fällt, findet ein Wechsel in eine O-Spalte statt.
Eine besondere Bedeutung kommt hierbei einem Wechsel in eine O-Spalte zu, wenn dieser aus einer X-Spalte von über 70 auf unter 70 erfolgt bzw. wenn der Index von oben kommend das 70er-Level unterschreitet, denn spätestens ab hier kann sich der Gesamtmarkt (gemessen an den Leitindizes) dem Abwärtssog in der Regel kaum noch entziehen.
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