Mais erreicht ein 3-Monats-Hoch
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 13. Oktober 2009, 20:00 Uhr
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Gestern haben die Maispreise einen deutlichen Sprung nach oben vollbracht. Der Dezember-Kontrakt an der CBOT erreichte mit einem Hoch bei 3,83 US-Dollar pro Scheffel das höchste Preislevel innerhalb der vergangenen 3 Monate.
Sehen wir uns also heute zunächst die Gründe für diese Preisbewegung an!
USDA-Bericht: keine strukturellen Veränderungen
Am vergangenen Freitag veröffentlichte die USDA ihren aktuellen Erntebericht.
Die USDA prognostiziert eine US-Gesamtproduktion in Höhe von 13,018 Milliarden Scheffel - das entspricht lediglich einem leichten Anstieg gegenüber der Vorprognose, allerdings nach wie vor einem Anstieg in Höhe von 8% gegenüber dem Vorjahr. Die USDA geht hierbei von deutlich höheren Erträgen aus - und prognostiziert einen Durchschnittsertrag in Höhe von 164,2 Scheffel pro Acre. Das entspricht einem Anstieg von 10,3 Scheffel gegenüber dem Vorjahr.
Auf der anderen Seite gibt es allerdings Abstriche bei der Anbaufläche, was wiederum dazu führt, dass die Endbestandsprognose fast exakt der Prognose für das Vorjahr entspricht.
Für das Erntejahr 2009/10 geht das US-Landwirtschaftsministerium von US-Mais-Endbeständen in Höhe von 1,672 Milliarden Scheffel aus. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 37 Millionen Scheffel gegenüber der Vorprognose. Dennoch entspricht die Endbestandsprognose damit fast exakt der Prognose für das Erntejahr 2008/09. Die USDA prognostiziert damit für 2009/10 eine stocks to use ratio in Höhe von 13%. Das entspricht nach wie vor einem sehr knappen Level, wenngleich auch noch nicht einem kritischen Level. Das kritische Level bei Mais liegt bei einer stocks to use ratio von 12%.
Für die weltweiten Mais-Endbestände dagegen prognostiziert die USDA einen deutlichen Rückgang in Höhe von 11 Millionen Tonnen gegenüber der Vorprognose auf 136 Millionen Tonnen. Das entspricht einer stocks to use ratio von 17%.
Auch die Exporte laufen gut. Die USDA prognostiziert für 2009/10 einen Anstieg der Exporte in Höhe von 16%. Bislang liegen die Maisexporte mit 20% im Plus.
Sehen wir uns hier die aktuelle Maismarktstatistik an:
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Deutliche Impulse bietet vor allem das Wetter
Der USDA-Bericht erbrachte keine starken Veränderungen gegenüber der Vorprognose, so dass aktuell Aspekte, welche die Erwartungen auf mögliche Produktionseinbußen forcieren, deutlicheren Einfluss geltend machen können.
Weiterhin ist es die Wetterlage in den Anbaugebieten der USA, welche Anlass zur Bedenklichkeit gibt. So prognostiziert das Wetterinstitut DTX Meteorlogix für den Mittleren Westen der USA Regenfälle, sowie Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und mögliche Schneefälle. Dies könnte deutliche Ernteschäden nach sich ziehen.
Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Frosteinbruch am vergangenen Wochenende die US-Maisproduktion bereits um 230 Millionen Scheffel verringern könnte. Das entspricht einem Produktionrückgang in Höhe von 1,8% gegenüber der USDA-Prognose.