Märkte zum Wochenbeginn / Forts: Nebenw. finden
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 7. November 2011, 17:00 Uhr
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Quelle: Stockcharts
Im obigen Russell 2000 Chart sehen Sie eine für die bullen positive kleine Entwicklung: Der Preis hat die horizontale Ausbruchslinie wieder zurückerobern können.
Damit wird es nun sehr spannend zu sehen, wie weit es dem Index gelingen wird, die schräge Widerstandslinie bzw. die 200-Tage-Linie zu brechen.
Die Indikatorsicht (siehe z.B. MACD oder RSI oben) deutet jedenfalls zunehmend auf eine Momentumsabschwächung hin, was eher für eine Seitwärtsbewegung des Index spricht.
Aus Indikatorperspektive zeigt sich im S&P 500 ein ähnliches Bild. Auch im Preischart ist die Situation nahezu analog zum Russell 2000, denn auch hier haben wir eine schräg verlaufende Widerstandslinie sowie die 200-Tage-Linie, die es auch Sicht der Bullen zu überwinden gilt:
Quelle: Stockcharts
Gemischt sieht das Bild übrigens auch im VIX aus:
Quelle: Stockcharts
Zwar befindet sich der Index weiterhin im Abwärtskanal, jedoch wird diese Kanal durch eine relativ solide Unterstützung überlagert, über der sich der Index bisher auch noch zu halten können scheint. Sollte dies anhalten, könnte dies als ein zunehmendes Risiko eines Ausbruchs gedeutet werden, was wiederum bärisch für die Gesamtmarktentwicklung wäre.
Wir sind sicherlich noch nicht soweit, aber auch der MACD zeigt sich momentan mit leicht bullischen Ansätzen und der RSI hatte die wichtige 50er-Linie bereits einmal kurz erobert.
Dies sind bisher nur Ansätze und großteils spekulative Überlegungen, jedoch kann bekanntlich ein Tag an den Märkten mit vielen neuen Nachrichten (man denke hier als Beispiel etwa an den unsäglichen Zirkus um das griechische Referendum).
Aus Sicht des mittelfristigen, internen Marktes gibt es jedoch noch keinen Grund zur Sorge. Der NYSE BP Index verbleibt nach wie vor im Zustand "bestätigt bullisch" und hält sich auch vom Punktewert her betrachtet relativ fest:
Quelle: Stockcharts
Es bleibt insgesamt also abzuwarten, was diese Woche an den Märkten mit sich bringt. Ich gehe davon aus, dass diese Woche insbesondere die einlaufenden Neuigkeiten an den Märkten den Ton maßgeblich angeben dürften. Warten wir also ab, was man uns serviert. Der bisherige technische Zustand ist jedenfalls aus bullischer Sicht nach wie vor solide.
Fortsetzung: Nebenwerte finden
Bisher habe ich Ihnen einige grundsätzliche Dinge zum Thema Aktienscanner und Kennzahlen geschrieben. Auch gingen wir bereits ein wenig ins Detail, was spezielle fundamentale Kennzahlen wie Beta oder ROE angeht.
Heute möchte ich Ihnen ein weiteres, nützliches Kriterium vorstellen, die ATH-Spanne.
Viele Scanner gestatten es Ihnen zu wählen, in wie weit der aktuelle Aktienkurs entweder vom All-Time-High (ATH) oder vom All-Time-Low (ATL) entfernt sein darf. Hierbei handelt es sich um ein einfaches, jedoch sehr nützliches Filterkriterium, welches oftmals übersehen wird.
In Zusammenwirkung mit Ihren fundamentalen Filtern, können Sie über einen Eintrag von ATH20% bis ATH40% etwa die Aktien ausfiltern, welche bereits zu stark überkauft sind, als auch die, welche technisch zu schwach sind. Somit haben Sie eine Möglichkeit, die "starken Pferde", die sich gerade zum Start bereit machen, früh genug zu finden.
Natürlich müssen Sie auch diese Liste noch weiter ausfiltern, aber eine ATH-Spannen-Eingabe in Ihrem Suchfilter hilft Ihnen mit Sicherheit viel Zeit zu sparen, indem sie Ihnen nur den wichtigen Kern Ihrer Suche liefert und die groben Ausreißer bereits alle eliminiert.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.
Herzliche Grüße, Ihr
Klaus Buhl



