Märkte: Nun doch mittelfristig abwärts?
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 1. Juli 2010, 17:00 Uhr
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jeder, der schon länger an der Börse aktiv ist, kennt dies nur zu gut: Früher oder später lässt der Markt einen immer dumm aussehen. Deutete letzte Woche noch alles darauf hin, dass wir es wohl nur mit einem Test der Tiefs zu tun bekommen würden, sieht das Bild diese Woche schon wieder anders aus.
Letzte Woche hatten wir es zwar mit einem sich zurückziehenden S&P 500 zu tun, jedoch hielten wichtige Indizes wie etwa der New York Stock Exchange Bullish Per Cent Index (kurz: NYSE BPI) sich noch entsprechend stabil, was normalerweise ein normaler, bullischer Vorgang ist. Doch offenbar nicht diesmal...
Zur Erinnerung: Der NYSE BPI gibt an, wie viel Prozent aller an der New Yorker Börse gelisteten Aktien auf einem Point & Figure Kaufsignal stehen. Größere Bewegungen in diesem Prozentsatz zeigen an, dass größere Mengen Kapital in bzw. aus dem Markt fließen.
Sozusagen "pünktlich" zum gestrigen Marktschluss drehte nun auch der NYSE BPI erneut in eine O-Spalte und zeigt damit meiner Analyse von letzter Woche eine lange Nase.
Nun gilt es natürlich zu beachten, auf welchem Level eine derartige Umkehr stattfindet. Drehte der Index das letzte Mal im 80er Bereich, sind wir nun zwischen 45 und 50, was den Umschwung angeht.
Quelle: stockcharts.com
Dennoch bedeutet eine O-Spalte natürlich, dass das Risiko bei Überraschungen im Markt nach unten ist und nicht nach oben und ein derartig schneller Wechsel im NYSE BPI zeugt durchaus von einer schwachen Marktverfassung. Es empfiehlt sich daher aus meiner Sicht eine gewisse Vorsicht bei neuen Positionen bis dieses "Unwetter" wieder vorüber ist. Wie lange dies dauern wird und was uns hier vielleicht noch erwarten könnte, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt natürlich zuerst einmal noch abzuwarten.
