Märkte: Blick auf die Charts
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 7. Oktober 2010, 17:00 Uhr
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der Markt befindet sich weiter auf dem langsamen, aber bestimmten Weg nach oben.
Der S&P 500 etwa steht im Vergleich zur letzten Woche, während ich dies schreibe, um ca. 1.2% höher und auch ein Blick auf den Chart zeigt, dass der Index die mehrwöchige Handelsspanne, in der er gefangen war, nun immer weiter hinter sich lassen kann:
Quelle: stockcharts.com
Diese Bewegung wird unterstützt durch den NYSE BP Index, welcher bereits zwei Point&Figure-Kaufsignale in Folge (grüne Kreise im nachfolgenden Chart) generiert hat und die bisherige Aufwärtsbewegung begleitete.
Der Index steht zur Zeit bei 63.65 Punkten, was ihn noch gesunde 6.35 Punkte von der roten Zone (d.h. dem 70er-Punktelevel) entfernt bleiben lässt:
Quelle: stockcharts.com
Zur Erinnerung: Der NYSE BPI wird berechnet, indem alle an der New Yorker Börse gelisteten Aktien betrachtet werden und ausgewertet wird, welche dieser Aktien sich auf einem Point & Figure Kaufsignal befinden. Diese Anzahl wird durch die Gesamtzahl der an der NYSE gelisteten Aktien dividiert. Um einen anschaulicheren Indexwert zu erhalten, multipliziert man anschließend das Ergebnis nochmals mit 100.
Wenn nun eine größere Anzahl an Aktien von einem Point & Figure Kaufsignal in ein Point & Figure Verkaufsignal wechseln, so lässt sich daraus folgern, dass in einem gewissen Umfang Kapital aus dem Markt gezogen wird.
Damit bleibt natürlich noch die Frage, ab wann ein derartiger Mittelabzug relevant ist, denn man möchte ja als Anleger sich nicht bei jedem kleineren Mittelabzug die Frage stellen, wie ernst dies nun zu nehmen ist (oder auch nicht). Historisch bewährt hat sich hier die Schwelle von 3 Boxen. Wenn also der Index über 3 Boxen fällt, findet ein Wechsel in eine O-Spalte statt.
Eine besondere Bedeutung kommt hierbei einem Wechsel in eine O-Spalte zu, wenn dieser aus einer X-Spalte von über 70 auf unter 70 erfolgt bzw. wenn der Index von oben kommend das 70er-Level unterschreitet, denn spätestens ab hier kann sich der Gesamtmarkt (gemessen an den Leitindizes) dem Abwärtssog in der Regel kaum noch entziehen.
Warnung: Gold- und Silberpreis in US-Dollar
Abschließend möchte ich noch kurz vor dem Gold- und Silberpreis in US-Dollar warnen. Hier sorgte die FED die letzten Wochen durch ihre Politik und ihre Statements für stetig steigende Preise. Auch wenn Gold- und Silber fundamental langfristig sicherlich interessant scheinen, ist dies hier kurzfristig sicher zu viel.
Ein Blick auf den Chart offenbart hier RSI-Stände von über 80 Punkten. Vorsicht ist auf jeden Fall angebracht.

