“Made in Germany“ ist heiß begehrt
Jürgen Schmitt in Investors Daily
vom 30. August 2010, 18:00 Uhr
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Das große Rätselraten über den Fortbestand der westlichen Zivilisation dauert an. Ausgehend von der anhaltenden Schwäche der US-Wirtschaft, die sich trotz milliardenschwerer Konjunkturmaßnahmen nur mäßig erholt, stellen immer mehr Experten infrage, dass sich tatsächlich ein neuer nachhaltiger, weltweiter Wirtschaftsaufschwung einstellen kann.
Unterstützung erhält der Pessimismus von der Zinsseite. Denn die Zinsen fallen nicht nur in den
USA weiterhin auf Rekordtiefstände. Auch in Deutschland sinken die Renditen immer weiter. Erstmals in der Geschichte Deutschlands fiel die Rendite dreißigjähriger Staatsanleihen unter 3%.
Leihen Sie unserem Staat für 5 Jahre Ihr Geld, erhalten Sie sogar nur noch magere 1,3%. Viel tiefer geht es nicht mehr. Gut ist die Entwicklung für all diejenigen, die ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen. Aber auch für gesunde Unternehmen, die Investitionen tätigen wollen, könnte die Zeit kaum besser sein. Noch halten sich diese allerdings vornehm zurück - was sich sicherlich bald ändern wird.
Die Gewichte verschieben sich und das ist gut so
Noch gilt die US-Wirtschaft auch für Deutschland als das Maß der Dinge - zumindest in den Köpfen der Volkswirte und Analysten. Allerdings könnte sich diese Sichtweise in Zukunft ändern, denn die deutsche Wirtschaft schlägt sich trotz der US-Schwäche derzeit ausgezeichnet. Immer wieder werden die Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben korrigiert. Inzwischen wird sogar ein Zuwachs der Wirtschaftsleistung von über 3% nicht mehr ausgeschlossen.
Ausschlaggebend für die erfreuliche Entwicklung ist die anhaltend expansive Entwicklung in den Boomregionen Asiens und Lateinamerikas, in denen Made in Germany" heiß begehrt ist. China hat inzwischen sogar Japan als zweitgrößte Wirtschaftsregion der Welt abgelöst. Und Länder wie Indien oder Brasilien holen weiter auf. Last but not least wird sich auch Uncle Sam" in absehbarer Zeit aus der Talsohle befreien. An der Börse gilt es, dieser Entwicklung dann vorzugreifen, wenn niemand daran glauben mag. Wir werden für Sie die Märkte weiter im Auge behalten.
Herzlichst
Ihr Jürgen Schmitt
Hinweis: Jürgen Schmitt ist Chefredakteur von Aktien-Monitor. Aktien-Monitor, der Börsen-Digest, bietet die besten Empfehlungen aus den besten Börsenbriefen. Investieren Sie nur noch gemäß einer einzigartigen Anlage-Strategie, die auf Empfehlungen der besten Finanzpublikationen beruht. Weitere Informationen finden Sie hier: Aktien-Monitor
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