Macht – Geld – Silber - Gold und Emissionszertifikate
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 25. Juli 2006 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
Eine kritische Betrachtung über die „Derivate“ der Macht
Eigentlich bin ich ja kein Freund von Regierungen, aber wenn man von der Dummheit, Kurzsicht, Weitsicht, Klarsicht, Besserwisserei und was weis ich noch alles, der Politiker profitieren kann, dann werde ich dies in der vollen Gewissheit tun.
Wer macht das Geschäft?
Spekulanten, die aus der Handlung der Politiker einen Nutzen ziehen können. Weshalb sind die Hauspreise in England, den USA, in Frankreich, in Australien, in Südafrika und in Überall (außer in Deutschland und der Schweiz und natürlich im Leid geplagten Japan, Hong Kong, Sigapur, Thailand…) in den letzten Jahren so drastisch gestiegen?
Nicht aufgrund der steigenden Nachfrage, denn die Bevölkerung Englands stagniert in etwa seit 100 Jahren. Nein es waren staatliche Entscheidungen, die zu diesem Anstieg geführt haben.
Die Einschränkung der Baurechte, restriktive Landvergabe und die jeweilige Steuerpolitik und schließlich die Geschäftspraktiken der Hypothekenbanken haben diesen Boom entfacht. Also konnte ein Wirtschaftsaufschwung entstehen. Wenn ich durch deutsche Wälder gehe, dann glaube ich nicht unbedingt, dass wir zumindest lokal je steigende Immobilienpreise bekommen werden, abgesehen von einem von der Inflation verursachten Anstieg der Reproduktionswerte. Worauf ich hinaus will ist, dass es durchaus sinnvoll ist sein Eigenheim zu besitzen, aber die Spekulation auf langfristig steigende Immobilienpreise ist keinesfalls von Gott gegeben, sondern IMMER und ÜBERALL künstlich herbeigeführt.
Erst die Einschränkung der Landvergabe haben auf der Halbinsel Kowloon, auf der die Stadt Hong Kong errichtet wurde, zu einem derartigen Wirtschafts- und Immobilienboom geführt. Dieser Boom war dann natürlich spätestens mit der Übergabe Hong Kongs an China ein und für alle mal vorbei.
In Japan war es eine Mischung aus viel zu hohen Spekulationssteuern auf Immobilien, die neben der eingeschränkten Landvergabe, zu einem Immobilienpreisboom und dem folgenden Einbruch geführt haben.
Sind unsere Politiker zu dumm?
In Deutschland werde ich den Gedanken nicht los, dass unsere Politiker tatsächlich dumm sind. Nicht nur, dass sie das Geld mit vollen Händen ausgeben. Nein, dass würde ich sogar noch als ziemlich schlau bezeichnen, denn was würden Sie tun, wenn Sie dafür gewählt würden das Geld der Wähler auszugeben?
Sicher müssten Sie ein ziemlicher Idealist und Moralist sein, um das Geld welches ohnehin durch die Kassen schwappt nicht auszugeben. Und Idealisten und Moralisten sind ja bekanntlich Mangelware. Ob in der Politik oder in der Wirtschaft. Deshalb halte ich den Politikern zwar vor, dass sie mein sauer verdientes Geld ausgeben, aber wenn ich ehrlich bin, dann kann ich daran irgendwie auch nichts Anstößiges erkennen, schließlich würde man es selbst als Politiker wohl kaum anders machen.
Demokratisches Problem
Also ist es ein Problem der Demokratie und der Wähler, ein Problem welches es in China (noch) nicht gibt. Nun, damit vertrete ich natürlich die Meinung eines Außenseiters, doch wenn ich mir die „Demokratie“ in Indien so ansehe, dann frage ich mich was daran vorteilhaft sein soll? Doch zurück zu den meiner Meinung nach dummen deutschen Politikern. Dumm deshalb, weil sie Fehlentscheidungen am laufenden Band treffen und sich wundern, weshalb der Konsum in Deutschland stagniert. Heute lese ich dazu in einer Zeitung: „Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr wieder mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. Das Netto-Geldvermögen erhöhte sich um 125,5 Milliarden Euro auf 3922 Milliarden, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband in Berlin mitteilte.“ (DPA-Meldung 10.12.2004) In einem Nebensatz erfährt man, dass die Sparquote in Deutschland von 10,5 auf 10,7 Prozent gestiegen ist. Abgesehen davon, dass es eigentlich nicht besonders viel ist, den zehnten Teil zurückzulegen, wie es ja bereits in der Bibel propagiert wird und Chinas Mittelstand locker 20,30 oder gar 40 Prozent spart und sich dennoch niemand über mangelnde Kaufbereitschaft in China beschwert, gibt es bei den Sparguthaben immer zwei Seiten einer Medallie.
Die Deutschen haben keine Ahnung von Geld
Gerade flattert eine Mail bei mir herein, die besagt die Deutschen hätten keine Ahnung von Geld: „Die Folgen sind verheerend, da sich Staat und Arbeitgeber immer mehr aus der Versorgung zurückziehen. «Die gesetzlichen Leistungen werden massiv überschätzt»“ (DPA 10.12.2004) Doch wie ich lese wird dort vehement eine „Unabhängige“ Aufklärung in Sachen Geld und zwar von „Banken“ empfohlen. Nun, die meisten Banken verstehen tatsächlich etwas von Geld. Doch hilft Ihnen als Anleger dieses Geldes so etwas auch nicht für Ihre Altersvorsorge.