Luft holen
Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 15. Februar 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Tom Firley
Da ich gestern die Korrektur-Problematik für den deutschen Leitindex, den Dax, dargestellt habe, möche ich mich heute dem amerikanischen S&P 500 widmen. Dabei soll deutlich werden, dass der amerikanische Index weniger Rückschlag-Risiken aufweist als das deutsche Aktienbarometer, obwohl sich der S&P 500 näher an seinen Allzeit-Hochs bewegt.
Im Tages-Chart erkennen Sie recht deutlich, dass der S&P 500 langsam etwas abflacht. Natürlich befinden wir uns nach wie vor in einem Aufwärtstrend, aber den recht steilen Juli-Aufwärtstrend hat der S&P 500 spätestens mit dem Bruch im Dezember verlassen.
Sei Anfang November hat sich ein neuer, flacherer Aufwärtstrend (blau) herauskristallisiert. Korrespondierend dazu tendiert auch der MACD (unterer Chartteil) schwächer. Unterstützend wirkt die psychologisch entscheidende Marke bei 1.400 Punkten, davor greift die schwächere Unterstützung bei 1.420 Punkten.
Bevor sich der S&P 500 zu neuen Höhen aufmachen kann, muss er zunächst die letzten Hochs bei 1.450 Punkten überwinden. Danach steht „nur“ noch die psychologisch relevante 1.500er Marke im Weg, bevor das All-Time-High in greifbare Nähe kommt.
Nun, an vielerlei Stellen im Internet ist von einer möglichen Korrektur die Rede, sogar die Untergangsszenarien nehmen wieder einmal einen breiteren Platz im World Wide Web ein als gewöhnlich.
Berechtigt? Ich denke nicht. Eine Korrektur wird früher oder später kommen, aber aktuell sieht es nicht danach aus, als dass wir bis Mai mit einer sehr heftigen Korrektur, einem Crash (der politisch ja immer passieren kann, wohlgemerkt) oder gar einem Trendwechsel zu rechnen haben. Deutlicher wird dies für den S&P 500 im längerfristigen Bild.

