Longpositionen der Commercials auf neuem Allzeithoch
Daniela Knauer in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 23. Juli 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Zu dem im ersten Beitrag festgestellten nachlassenden Schwung von EUR/USD passt die Positionierung der großen Marktteilnehmer, festgehalten im wöchentlichen COT-Report:
Quelle: www.wellenreiter-invest.de
Sie sehen hier den US-Dollar-Index, der den US-Dollar im Vergleich zu einem ganzen Währungskorb abbildet, müssen also vom vorherigen Chart um 180 Grad umdenken. Die graue Linie zeigt den US-Dollar, der sich immer noch gerade über der wichtigen langjährigen Unterstützung bei 80 Punkten halten kann.
Gleichzeitig sehen wir bei den kommerziellen Marktteilnehmern (blaue Linie) ein neues Allzeithoch bei den bestehenden Long-Positionen. Sie nutzten die jüngste Schwäche des US-Dollars weiter zu Käufen. Interessant wird sein, wie sie sich in der nächsten - voraussichtlich nicht mehr allzu weit entfernt liegenden Konsolidierung - verhalten werden. Wenn Sie wieder genauso schnell ihre Longpositionen abbauen, wie in der vergangenen Korrektur im Mai, steht einer Bewegung an oder über die 1,40 in EUR/USD bald nicht mehr viel im Weg. Dann wird auch die massive Unterstützung bei 80 Punkten im US-Dollar heftiger unter Beschuss geraten, denn bis dahin wird sich auch das aktuell zu negative Sentiment gegen den US-Dollar wieder abgeschwächt haben.
Relative Schwäche gegenüber dem britischen Pfund
Interessant ist auch, wie sich der US-Dollar zu weiteren Währungen verhält: Besonders schwach ist er gegenüber dem britischen Pfund:
Hier ging die Aufwärtsbewegung in der vergangenen Woche nahezu ungebremst weiter. Nach einer rund einmonatigen vehementen Rallye sind Überhitzungszeichen aber nicht zu übersehen. Insofern sollte auch hier eine kurze Beruhigung nicht überraschen. Eine erste kleine Unterstützung findet sich bei 2,0475. Das Verhalten an dieser Marke wird über den weiteren Weg Aufschluss geben, evtl. bietet sich bereits hier ein Nachkauf auf der langen Seite an.
Bei USD/CHF halten die Unterstützungen immer noch
Ganz anders das Bild, das sich uns bei USD/CHF bietet:
Trotz nahezu täglicher kurzer Ausflüge unter die wichtige Unterstützung bei 1,20 konnte sich der Kurs bisher immer wieder über diese Marke retten. Der US-Dollar wurde durch schwache schweizer Einzelhandelsumsätze von nur 3,1% (gegenüber einer Vorab-Schätzung der Analysten von 4,5%) bisher von einem Durchbruch unter die 1,20 bewahrt. Inzwischen nagt die Seitwärtsbewegung auch bereits an dem kurfristigen steilen Abwärtstrend, so dass eine Gegenbewegung überfällig erscheint. Die Bäume werden hier aber nicht in den Himmel wachsen, da breits bei 1,21 ein wichtiger Widerstand lauert.
Morgen werden wir uns nach dieser Betrachtung des US-Dollars wieder einmal dem japanischen Yen zuwenden, der in den vergangenen Tagen auch eine interessante Entwicklung zeigte.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine erfolgreiche Woche, bis morgen
Daniela Knauer


