Long Short-Strategien
Kay Patrick Kaymer in Wave Daily
vom 31. Oktober 2006 13:00 Uhr
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Nachdem ich Ihnen mit der Fixed Income und Convertible Arbitrage Strategie zwei Investmentstile von Hedge Fonds Managern aus dem festverzinslichen Bereich vorgestellt habe, möchte heute Ihnen eine Aktien Strategie kurz skizzieren. Wie Sie bereits bemerkt haben, der Hedge Fonds existiert einfach nicht und es existieren unzählige Investmentansätze.
Long ist in der Börsensprache das Synonym für einen Kauf. Wenn Sie also Long in der Deutsche Telekom AG gehen, kaufen Sie Aktien des deutschen Telekommunikationskonzerns. Wenn Sie Short sind, verkaufen Sie eine Wertpapier ohne es zu besitzen. Vielen ist das eher unter dem Begriff des Leerverkaufs bekannt.
Bei einem Long Investment können Sie theoretisch unendlich viel gewinnen. Denn eine Aktie oder anderes Wertpapier können nicht nur um 100% sondern durchaus auch um 1000% und mehr klettern. Anders hingegen bei einem Short Trade. Dort können Sie maximal 100% gewinnen. Denn mehr als auf null fallen, kann kein Wertpapier. Futures Geschäfte lasse ich hier einmal außen vor.
Vielen ist es sicherlich unverständlich wie es möglich ist ein Wertpapier zu verkaufen, ohne es zu besitzen. Das ist übrigens mittlerweile dank der Broker auch für viele private Investoren zumindest eingeschränkt möglich.
Sie müssen bedenken, dass Shorties zum einen für Liquidität sorgen und zum anderen Übertreibungen entgegen wirken. Gleichzeitig müssen diese die leerverkauften Papiere irgendwann zurückkaufen. Dann treten diese als Käufer auf. Somit ist der schlechte Ruf von Shorties nicht ganz korrekt.
Marktneutrale Erträge
Aber nun zurück zur Long Short-Strategie. Dabei versuchen die Hedge Fonds Manager Wertpapiere zu kaufen und andere zu verkaufen. Netto sind diese meistens dann marktneutral positioniert. Das bedeutet, dass es den Managern egal ist, in welche Richtung der Gesamtmarkt läuft. Sie versuchen hingegen mit ihrer Position einen Ertrag zu erzielen.
Häufig wird ein sogenannter Pair Trade gehandelt. Dieser beinhaltet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren derselben Branche. Beispielsweise wird darauf spekuliert, dass die Deutsche Telekom besser als die France Telekom läuft. Dann wird die Aktei der Deutschen Telekom gekauft und die France Telekom verkauft.
Durch diese Positionierung ist der Hege Fonds gegenüber dem Markt neutral aufgestellt. Verliert der gesamte Markt und zieht die Telekomwerte mit nach unten, gewinnt sein Short und verliert seine Long Position und umgekehrt. Sein Gewinn ist der Spread zwischen den beiden Positionen.
Das ist vor allem für institutionelle Investoren interessant, denn diese müssen immer Profite generieren. Somit sind diese auf der Suche nach Erträgen, die unabhängig von der Entwicklung am Aktienmarkt zustande kommen.
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