LinkedIn, Groupon und Co. sind viel zu teuer
Profit Radar zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 9. Januar 2012, 19:00 Uhr
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Trotzdem besitzt LinkedIn immer noch eine Marktkapitalisierung von über sechs Mrd. USD. Wohlgemerkt bei einem erwarteten Jahresumsatz von rund 514 Mio. USD in 2011. Zwar wird für 2012 von den Analysten ein starkes Umsatzwachstum von knapp 60% erwartet. Aber selbst dann beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) immer noch hohe 7,6.
Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sieht es noch krasser aus. Für 2011 kommt LinkedIn selbst nach den Kursrückgängen auf ein KGV von über 200. Für das kommende Geschäftsjahr ist zwar ein starkes Gewinnwachstum von rund 65% prognostiziert. Aber dafür ist ein KGV von 125 einfach viel zu teuer. Ich persönlich würde keinen Wert kaufen, der so teuer bewertet ist, obwohl nicht mal sicher ist, dass die Aktie zu einem der Gewinner des Social Media-Trends gehört.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei dem zweiten Blue Chip aus dem Social Media-Sektor: Groupon. Der Anbieter von Discount-Gutscheinen ist in Deutschland sehr bekannt. Weniger bekannt ist vielen Börsianern, wie teuer die Aktie eigentlich ist. Das Unternehmen besitzt eine Marktkapitalisierung von gut fünfzehn Mrd. USD (rund elf Mrd. Euro).
Damit ist Groupon größer als elf DAX-Werte. Darunter etablierte Weltkonzerne wie Adidas, K+S, Metro oder ThyssenKrupp. Dabei erwarten die Analysten für Groupon gerade mal einen Jahresumsatz von 1,6 Mrd. USD (1,2 Mrd. Euro) in 2011 und 2,3 Mrd. USD (rund 1,8 Mrd. Euro) in 2012.
Zum Vergleich: Für die niedriger bewertete ThyssenKrupp erwarten die Analysten in 2012 einen Umsatz von über 49 Mrd. Euro. Bei Adidas rechnen die Märkte mit einem Umsatz von über dreizehn Mrd. Euro. Selbst K+S soll einen Umsatz von 5,2 Mrd. USD erzielen - fast drei Mal so viel wie Groupon. Dabei ist die Marktkapitalisierung von K+S gerade mal halb so hoch wie von dem Social Media-Wert.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi