Leserbriefe
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 15. Januar 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** Der Goldpreis ist ein bisschen zurückgekommen – aber er notiert noch deutlich über meinem letzten "Bedauern-Kurs". Das ist der Kurs, an dem ich mir wünschte, ich hätte gekauft. Ach, wie schön wäre doch eine Korrektur bei Gold und Euro – so dass ich auf den Zug aufspringen könnte.
*** Ich erhalte sehr viele Leserbriefe. Einige hassen mich. Andere lieben mich. Und einige wissen nicht, was sie denken sollen. Die Kritiker lassen sich in zwei Lager einteilen. In diejenigen, die mich hassen, weil sie denken, dass ich links bin. Und in diejenigen, die mich hassen, weil sie denken, dass ich rechts bin.
Viele können meine impertinente Haltung Dingen gegenüber, die ihnen wertvoll sind, nicht ertragen. Und dann scheinen mich einige aus unerfindlichen Gründen zu hassen.
Und auch die Tatsache, dass ich in Paris arbeite, scheint Kritik anzuziehen. Gerade Leser aus den USA nennen mich einen "Verräter"! Es kümmert sie nicht, dass Thomas Jefferson und Benjamin Franklin viele Jahre in Paris verbracht haben ... für sie ist ein französischer Stempel im Pass schon gleichbedeutend mit Verrat.
Wie ich bereits oben erwähnt habe, genieße ich meinen europäischen Lebensstil. Und er ermöglicht es mir, aus Distanz über die große Masse der Amerikaner zu schreiben, und außerdem kann ich so der Gefahr entgehen, ihren kollektiven Halluzinationen zu entgehen. Das muss es sein, was meine amerikanischen Kritiker in Rage bringt.
*** Eine alte Brieffreundin, Virginia Abernethy, hat mir Folgendes geschrieben:
"Konservative und einige Demokraten widersetzen sich der Politik der offenen Grenzen von Präsident Bush."
"Zynischerweise kündigte er erst dann eine Amnestie für die 8 bis 14 Millionen illegalen Einwanderer in den USA an, als es zu spät für andere Republikaner war, sich für die nächste Präsidentenwahl zu bewerben."
"Aber in Tennessee organisieren wir eine Kampagne für einen Gegenkandidaten."
"Die Entscheidung, den US-Kongressabgeordneten Tom Tancredo als republikanischen Gegenkandidaten für den Amtsinhaber Bush aufzustellen, ist den Bush-Plänen für die 8 bis 14 Millionen illegalen Fremden in den USA zu verdanken."
"Der Plan von Präsident Bush sieht vor, dass den illegalen Einwanderern 3jährige Arbeitserlaubnisse ausgestellt werden, die verlängert werden können. Das erinnert an eine Amnestie – oder schlimmer noch, eine Politik der offenen Grenzen. Das scheint die beste Interpretation von Bushs Versicherung, dass der Plan 'Millionen von undokumentierten Männern und Frauen, die in den USA zeitweise arbeiten, einen legalen Status geben wird und denen in ausländischen Ländern, denen hier Arbeit angeboten worden ist und die an diesem Programm teilhaben wollen.'"
"Laut dem Harvard-Ökonom George Borjas belaufen sich die Immigrationskosten für die amerikanischen Arbeiter auf fast 200 Milliarden Dollar jährlich, da ihre Arbeitsplätze durch die Einwanderer ersetzt werden und die Löhne fallen. Andere Ökonomen schätzen, dass 15 Millionen Amerikaner arbeitslos oder ungewollte Zeitarbeiter sind – oder die Suche nach Arbeit aufgegeben haben."
(Hinweis in eigener Sache: Ich kann leider nicht auf jeden Brief und jede Email eingehen, die ich erhalte. Es ist nicht übertrieben – montags warten in der Eingangsbox meist 6.000 Emails! Also wenn ich Ihnen nicht antworte, dann verstehen Sie dies bitte.)