Leserbriefe Ulla Schmidt
Investors Daily Update
vom 20. August 2009, 10:30 Uhr
Leserbriefe zum Beitrag Ulla Schmidt:einer Dienstfahrt
*Sehr geehrter Herr Firley,
Ihren gestrigen Beitrag "Ulla Schmidt: Ende einer Dienstfahrt?" muß ich doch aufgreifen und etwas dazu schreiben. Auch mir wäre so etwas normalerweise völlig gleichgültig und ich halte ebenso wie Sie diese " Aufmachung" für übertrieben, aber leider sind wir hier in Deutschland als Steuerzahler extrem stark in Gesetzen und Bestimmungen gefangen.
Genau diese Gesetze bezüglich immer neuerer Steuern und Abgaben werden u.a. von Politiker(inne)n wie z.B. einer Ulla Schmidt "gemacht" und sie sind ganz sicher nicht alle nur zum Wohle des Deutschen Volkes! Wenn ich mir speziell den Bereich Gesundheit und dabei die gesetzlichen Krankenkassen anschaue und die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung von Kostensteigerungen (trotzdem steigen die Kosten weiter! Warum wohl?) betrachte, dann ergreift mich das kalte Grauen.
Offensichtlich haben wir seit vielen Jahren kein einziges Gesetz mehr auf die Schiene gebracht, das hier eine vernünftige Entwicklung gewährleisten konnte. Ich bin zwar nicht gesetzlich krankenversichert, aber ich bedaure alle diese Menschen, die heute bei ständig steigenden Monatsbeiträgen einen immer höheren Anteil an Zuzahlungen zu Medikamenten und Krankenhausaufenthalten leisten müssen, ganz zu schweigen von Praxisgebühren und kaum noch Unterstützung bei Hilfsmitteln.
Und wenn dann ein "normaler" Arbeitnehmer oder Selbstständiger seinen aus eigenen Mitteln angeschafften Wagen zu privaten Fahrten nutzt, muß er entweder einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Steuer unterwerfen, wenn er kein Fahrtenbuch führt. Selbst an Fahrtenbücher werden Auflagen gebunden, die unverhältnismäßig sind - ich spreche aus Erfahrung und habe nur nach Androhung eines Finanzgerichtsprozesses endlich Ruhe bekommen. Leider entsteht bei immer mehr Bundesbürgern der Eindruck (der ganz sicher nicht falsch ist), daß "die da oben" alle Gesetze nur zu ihrem eigenen Vorteil machen und sich vor allem selbst nur im äußersten Notfall daran halten.
Wie gesagt, es sind wirklich Peanuts, was so eine Dienstwagenaffäre angeht, aber wenn wir schon jeden "kleinen Mann" als potentiellen Steuersünder betrachten und nach allen Regeln der Kunst und den heutigen Möglichkeiten auf Schritt und Tritt überwachen, dann überlegt man sich doch, warum es z.B. keine Strafe für mutwillige und eindeutig nachweisbare Steuergeldverschwendung gibt. Solange der immer weiter ausufernde Beamtenapparat und öffentliche Dienst (wird noch zusätzlich durch immer neue und teilweise absurde Gesetzgebung gefördert) keine Einschränkung erleidet, brauchen wir uns über Wahlmüdigkeit und Extremwähler keine Gedanken machen.
Ich halte übrigens jede Art von Bevorzugung durch - in diesem Fall selbstgeschaffene - Privilegien für falsch. Mir würde es auch deutliche Erleichterung verschaffen, wenn ich ebenso wie die entsprechenden Abgeordneten einen bestimmten Teil meines Einkommens (es müßten nicht mal ca. 50% sein!) steuerfrei und ohne Nachweispflicht behalten könnte und nur den Rest über buchhalterische Saldierung der Steuer unterwerfen müßte.
Noch etwas zum Geschäft: Ihre täglichen Ausarbeitungen lese ich mit äußerstem Interesse und auch teilweise mit leichtem Schmunzeln und kann Ihnen nur bestätigen, daß ich es schade fände, wenn Sie (!) diese Aufsätze irgendwann nicht mehr schrieben! Allerdings verfolge ich alle Ihre Hinweise nur noch ideell, da ich hier in Deutschland z.Zt. keine Geldanlagen, egal welcher Art, mehr tätige - das habe ich vor 3 Jahren bereits unserer Kanzlerin mitgeteilt. Mir sind diese Überwachungen einfach zuviel und ich mag es nicht, wenn man teilweise nach über 10 Jahren (ist mir bei einer von mir betreuten Person passiert) zu irgendwelchen Entscheidungen bezüglich Geldanlagen befragt wird; wenn schon solche Dinge bekannt sind, dann sollen doch diese Behörden auch richtig recherchieren! Aber es ist einfacher, erstmal den Steuerzahler zu bemühen - wir haben es ja in ganz großem Stil gerade bei der Rettung unserer Finanzwelt erlebt.
Nichts für ungut und mit richtig freundlichen Grüßen
Klaus
* Hallo Tom,
Sie fahren keinen Dienstwagen, bzw. geschäftlich genutztes KFZ. OK!
Deshalb haben Sie sich sicherlich auch nicht mit der steuerlichen Problematik zur Benutzung von Dienstfahrzeugen auseinandergesetzt. Zwischen Angestellten (darunter fallen z.B. die Politiker) und Selbständigen / Freiberufler werden nochmals steuerliche Unterschiede in den Benutzungsrichtlinien, bzw. „geldwertes Versteuern für die Benutzung eines Dienstfahrzeugs gemacht.
Wenn jetzt natürlich die Politiker Privilegien für sich in Anspruch nehmen, von denen ein Freiberufler, bzw. Selbständiger / Angestellter nur träumen kann oder Probleme mit der Steuer bekommen würde hinsichtlich steuerlicher Verwertung der Kosten, bzw. Versteuerung geldwerten Vorteils - dann ist diese Diskussion nicht verwunderlich, sondern verständlich.
Es geht nicht, Wasser predigen und selbst Champagner trinken und das Volk für dumm verkaufen.
In vielen anderen Staaten gibt es bei weiten keine so umfangreiche und bis in letzte Detail regulierte Steuergesetzgebung, bzw. Richtlinien zur Versteuerung des geldwerten Vorteils, für die Benutzung eines Dienstwagens, wie in Deutschland.
Deshalb entstehen dort auch nicht solche Diskussionen.
Unter diesen Gesichtspunkten würden vielleicht sogar Sie, die Diskussion und auch die Forderungen nach Massnahmen für richtig halten.
Herzlichen Gruß
Christian
*SG HERR FIRLEY
MIT GENUGTUNG HABE ICH IHREN KOMMENTAR GLESEN!
DIE ERKLÄRUNG LIEGT MEINES ERACHTENS DARAN, DASS DIE MEHRHEIT DER; SELBST GEBILDTEN; BEVÖLKERUNG MIT "GROSSEN ZAHLEN" NICHTS ANFANGEN KANN!
DIES SEHEN WIR DOCH SELBST IN FIRMEN, WO BEI INVESTITIONEN IN MILIONENHÖHE DIESE EINFACH VOM VORSTAND DURCHGWUNKEN WURDEN DANN ABER; WENN EIN ARBEITER BEI EINER SELBST ERFUNDENEN VERBESSEREUNG; EINEN KLEINEN OBULUS DAFÜR FORDERT DIES ALS UNSITTLICHES ANSINNEN ABGEWIESEN WIRD!!
DAS ANDERE BESTE BEISPIEL: JEDE BUDGETDEBATTE IN IRGEINENM EUROPÄISCHNE PARLAMENT ;GEMEINDE ; VEREIN ETC.
IM ENGLISCHEN GIBT ES DEN SCHÖNEN AUDRUCK "PENNY WISE POUND FOOLISH"
DIES KANN MAN FAST FÜR ALLE LEBENSLAGEN WO ES UM GELD GEHT ANWENDEN!
GANZ KLEINE FRAGE NEBENBEI: WER UND SPEZIELL WANN BEKOMMEN DIE DUMMEN STEUERZAHLENDEN BÜGER DIE RECHNUNG FÜR DIESE MILLIARDEN HILFSPROGRAMME SERVIERT!!
MIT DEN GEICHEN FALSCHEN METHODEN WIRD DIE NÄCHSTE BLASE VORPROGRAMIERT!! ODER WIRD EINE HYPERINFLATION DOCH ALLES KAPUT MACHEN?
UND TROTZDEM BEIBE ICH AN DER BÖRSE: STOCKS, WHAT ELSE?
MFG
MILAN