Leser kommentieren: Zum Thema "Amazon enttäuscht im Weihnachtsgeschäft
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 4. Februar 2011, 14:30 Uhr
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Brökelt allmählich die Erfolgsfassade bei Amazon? Rächt sich die zunehmende Schnäppchen-Mentalität? Fakt ist: Auch Amazon muss sich im Kampf um Kunden einiges einfallen lassen. Und vieles davon geht längst nicht mehr ohne Einbußen von Image oder eben auch Gewinnmarge ab. Wie ein Leser mir zu meinem Bericht schrieb, sieht er den Erfolgsgaranten an ganz anderer Stelle schlecht dastehen - nämlich im Geschäftssegment "Market Place". Hier können Kunden - so auch mein Leser - als private Verkäufer auftreten und gebrauchte bzw. neue Produkte über Amazon verkaufen. Gut für die, die etwas los werden wollen? Nicht unbedingt. Lesen Sie nachfolgend, warum?!
"Es ist sicher nicht überzubewerten, doch bin ich mir nicht sicher, wie andere Leute, die ähnliche Erfahrungen wie ich als Verkäufer von Gebrauchtartikeln machen, damit umgehen werden: Amazon bewirbt eine A-Z-Garantie, die auch für Verkäufer gilt, die nur kleine Posten nicht mehr benötigter gebrauchter Bücher oder CD's über Amazon verkaufen.
Diesen oft privaten Verkäufern wird entgegen aller Gepflogenheit neben erheblichen Gebühren auch eine Haftung für Diebstahl und Fehleinwürfe der Post aufgebürdet. Im Verlustfall haben die Verkäufer nicht nur alle Kosten zu tragen, sie werden auch mit dem zeitweisen Zurückhalten eines weiteren Betrages in Höhe des Gesamtpreises des nicht zugestellten Produktes geärgert. In anbetracht der Tendenz, daß immer mehr Menschen nicht m ehr benötigte Güter so für ein paar Euro wieder loswerden wollen, erscheint die deutliche Bevorteilung der Käufer zulasten der Verkäufer durch amazon in einem anderen Licht. Dieser extreme sog. Verbraucherschutz, der sich auf diese Weise gegen immer mehr Menschen wendet, die sich bisher selbst nur als Verbraucher ansahen, ist sicher nicht nur ein Erfolgsgarant."
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von A F (04.02. 2011 14:45 Uhr):
So ist das Leben. Verkäufer sind niemals Verbraucher und da man es vorher weiß ist das OK. Gegenbeispiel vom großen Onlineauktionshaus eBay, dort kostet der Verkauf z.T. 8% Provision zzgl. Einstellgebühren, die je nach Option auch ein paar Euros kosten können. Und Service? Hab ich noch nichts von gesehen.
Antworten - Kommentar von Michael Schäfer (04.02. 2011 17:13 Uhr):
Das hier als extremen Verbraucherschutz bezeichnete Vorgehen ist keineswegs extrem sondern notwendig. Man muss wissen, dass das Verkaufen dieser Artikel sehr häufig mit geschönten bis unwahren Beschreibungen einhergeht. Jeder der sowohl auf diese Weise ver- als auch gekauft hat, kann erleben, dass es schwierig ist, so zu beschreiben, dass der Käufer ein realistisches Bild von der Ware bekommt bzw. tatsächlilch das bekommt was er erwarten durfte. Vielen wollen eben etwas los werden und entfernen sich in Beschreibungen und Erwartungen von der (Markt)realität. Der Marketplace ist ein Markt wo etwas verkauft wird und nicht wo man etwas verschleudern kann. Würde Amazon hier die Zügel lockern, dann würden sie ein Problem bekommen!
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