Leser äußern sich zur Griechenland-Debatte
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 23. Februar 2010, 20:00 Uhr
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An dieser Stelle möchte ich noch einmal Sie liebe Leser zu Wort kommen lassen. Auf meinen Beitrag von Montag letzter Woche gab es eine ganze Reihe Kommentare und Leserbriefe, auf die ich morgen noch einmal gesondert eingehen möchte.
Heute möchte ich zunächst folgende zwei Kommentare vorstellen:
Leserin m. schreibt:
Danke für diese klare Darstellung der Situation, es ist schon unverschämt wie gegen treu und glauben verstoßen wird und werden kann. Es schreit nach einer besseren Regulation.
Also America first!!
Leser A.K. Schreibt:
Sehr geehrte Frau Kraus,
vielleicht hat Griechenland ja eine CD, die an Deutschland verkauft werden kann ;-)). Kleiner Scherz am Rande... (Anm.: finde ich gut! ;-) )
Ich denke jedem sollte klar sein, dass wir keinen Staat so einfach aus der Währungsunion hinauswerfen können. Mal abgesehen von den bürokratischen und juristischen Hindernissen, würde dies auch die restlichen Länder der Währungsunion immense Summen und Ressourcen kosten. Viel wichtiger wäre es ein Zeichen zu setzen und die Verantwortlichen schonungslos anzuklagen. Jeder der bei solchen Betrügereien mitmacht, soll sich der Gefahren bewusst sein. Dazu gehört nicht nur die Verfolgung der verantwortlichen Politiker und Banker, sondern auch die Einstellung von Zahlungen an die "Goldmänner", da dies ein illegales Geschäft war. Nur wenn man die Drahtzieher am Geldbeutel trifft und Haftstrafen drohen, wird man solche Praktiken in Zukunft eindämmen können. Das wäre auch eine Warnung an alle anderen Staaten, die solche "kreativen" Finanzierungsinstrumente nutzen. Die Hauptverantwortlichen sitzen meiner Meinung nach bei den Banken, die solche Geschäfte mitmachen oder sogar erfinden. Und was in Banken zur Gewinnmaximierung alles gemacht wird, wurde in letzter Zeit ja ausreichend beleuchtet.
Herzliche Grüße,
Vielen Dank an beide Leser für die erfrischenden Kommentare! Ich werde mich morgen noch einmal gesondert mit ihren Anregungen befassen!
So long liebe Leser....für heute ist erst einmal Schluss mit Griechenland...morgen geht's weiter...bis morgen...
Ihre Miriam Kraus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (24.02. 2010 02:49 Uhr):
Sehr geehrte Frau Kraus! Es ist wirklich empörend, wie sich die Griechen benehmen. Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden, dass die EU Griechenland finanziell unterstützt. Es ist eindeutig, dass Griechenland nicht in die EU gehört. Ich bezweifele, dass der Ausschluss Griechenlands schwere FOlgen für die EU hätte. I Gegenteil. Alle anderen EU Länder wäre damit ein Beispiel gesetzt. Und auch der Welt. Denn nur wegen Griechenland sackte der Euro gegenüner dem USD ab, und somit hat das verheerende Wirkungen auch für die anderen EU Ländern. Von der Image mal gar nicht zu reden. Ich halte nichts von Staatshilfen für in Not geratenen Banken, und dasselbe gilt auch für EU Staaten. Die nicht wirtschaftlich funktionieren können, sollen bankrott gehen. Das ist nun mal ein Gesetz der freien Marktwirtschaft. Indem die Staaten nicht funktionsfähige Banken, Staaten hilft, werden von wirtschaftlichen, profitbringenden Unternehmen mehr Steuern eingetrieben, und dadurch geraten die gute Firmen dann in Schwierigkeiten, gehen Bankrott, obwohl diese sonst profitabel waren. Eine Leiche am Leben zu halten auf Kosten der Lebenden hat keinen wirtschaftlichen Sinn, zerstört sogar die gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Und nicht zuletzt müssen die Bürger alles bezahlen. Einerseits müssen die gesunde Unternehmen durch die immer höher werdenden Steuerlasten bankrott gehen, dadurch gibt es immer mehr Arbeitslosen. Also wir halten jene Strukturen am Leben, die nur durch massive Hilfen existieren können, auf der anderen Seite werden dadurch lebensfähige Unternehmen untergehen. Das ganze ist sinnlos und enbehrt jede Logik und gesunden Menschenverstand. Sollte Griechenland nun doch geholfen werden, u. zw. auf Kosten der anderen EU Staaten, würde das einen schlechten Beispiel setzen. Denn dann werden auch andere länder den Beispiel von Griechenland folgen. Und dann können wir Europa zumachen. Schon jetzt erscheint täglich in den finanzielen Berichten in der USA, dass der Euro nichts Wert ist. Und alles wegen Griechenland. Man muss sich nur die EUR/USD Notierungen folgen. Mit freundlichen Grüßen:
Antworten - Kommentar von Georg Stamm (24.02. 2010 12:45 Uhr):
Liebe Frau Kraus, guter Griechelandkommentar ! Lassen Sie mich anfügen. Vor ca. 12 Jahren, als sich die Währungsunion abzeichnete, warnten besonne Oekonomen vor diesem Uniformkonstrukt für verschiedenartigste Volswirtschaften nach dem abgewandelten Motto: Jetzt wächst zusammen was nicht zusammen gehört. Nach welchem nationalökonomischen Bedürfnis soll denn die EZB handeln ? Die Krise hat nun die Verwerfungen zu Tage gebracht, vorher konnte die Sache in guter Konjunktur gekleistert werden. Für mich ist die Entlassung von Griechenland aus der Eurozone durchaus eine Option, auch zum Wohle dieses Landes.
Antworten - Kommentar von Holger Lamberts (24.02. 2010 15:09 Uhr):
Hallo . . diese grichische Geschichte regt mich ja so auf, dass ich noch mehr schreiben muß. Das Problem mit den krimminellen Regierungen liegt tief in unseren Systemen und es ist schlimm, dass es immer demokratische Staaten sind, in denen Krimminelle an die Macht kommen. Gibt es überhaupt noch eine europäische Regierung ohne Krimminelle ???? Fest steht, dass ohne Pressefreiheit keine Demokratie richtig funktionieren kann. Damit stellt sich zu Griechenland auch die Frage, ob sich die Medien vielleicht an der Nase fassen müssen; haben die Medien hier etwas versäumt ? Im Kampf gegen Verbrecher an der Macht muß jeder ein bisschen tun, nur soviel, dass er sein Existenz nicht gefährdet aber wenn bisher eben jeder dieses bischen getan täte, das er tun konnte, dann wären die großen Verbrecher in unserer Vergangenheit auch nicht so weit gekommen. Das meint Holger Lamberts
Antworten - Kommentar von pema (24.02. 2010 18:04 Uhr):
Es gibt eine ganz einfache Lösung für die Einhaltung der vorgegeben Schuldenbegrenzung im Rahmen der EU: Für jedes Prozent Neuverschuldung eines Staates, das über 3% des Bruttoinlandsproduktes liegt, erhalten sowohl Minister als auch Landes- und Europaabgeordnete dieses Landes 10% Abzug bei den Diäten. Problem in Zukunft gelöst !
Antworten - Kommentar von Hans Stein (25.02. 2010 05:04 Uhr):
Ein paar Banalitäten: Es sollte jedem (Staat) klar sein, dass man auf die Dauer nur ausgeben kann, was man zuvor erarbeitet hat. Leben auf Pump kann nur vorübergehend, nicht eine Dauerlösung sein. So wie es einem Bauern wenig hilft, seine schlechte Ernte auf das Wetter usw zu schieben ... denn im Ergebnis dieses Modells muss er trotzdem hungern.... So wenig hilft es nun Griechenland die Schuld "auf die böse EU ...den bösen Euro und alle möglichen Sünden- böcke" zu schieben... das Land in dem die Demokratie in Athen Ihren Urspruch hatte ...geht spartanischen Verhältnissen entgegen. Hans Stein ...25.Feb. 2010
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- Kommentar von Carmen Sporidis (27.02. 2010 09:31 Uhr):
wenn in den Zeitungen so ganz allgemein DIE GRIECHEN angegriffen werden schiessen sie eben auf DIE DEUTSCHEN zurueck. Ruhe bewahren ist richtig, der Euro liegt unter Beschuss, wann wird das von den Eurobuergern verstanden? Meine Hochachtung vor Ihren Beitraegen, mit freundlichen Gruessen, Ihre Carmen Sporidis
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