Katja Sell in Insider Daily zum Thema MDax
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die Leoni AG ist ein weltweit agierender Anbieter von Drähten, optischen Fasern, Kabeln und Bordnetz-Systemen. Zum Angebotsspektrum gehören unter anderem Dienstleistungen für Anwendungen in der Automobilbranche und weiteren Industrien. Das Hauptgeschäftsfeld des in Nürnberg ansässigen Konzerns ist jedoch die Herstellung und Entwicklung von Bordnetz-Systemen sowie die Produktion von standardisierten Kabeln für die Automobilindustrie. Dieses Geschäftsfeld bescherte Leoni im ersten Quartal des laufenden Jahres einen fulminanten Umsatzzuwachs.
Insider greifen nach Quartalsbericht beherzt zu
Der Kabelspezialist aus Nürnberg lieferte in der vergangenen Woche die Zahlen zum ersten Vierteljahr dieses Geschäftsjahres ab und erfreute die Marktteilnehmer mit einem zufriedenstellenden ersten Zwischenbericht. Von den Zahlen begeistert zeigten sich auch Mitglieder der Führungsetage. Bereits wenige Tage nach Bekanntgabe der Quartalszahlen wurden der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Klaus Probst sowie Finanzvorstand Dieter Bellé beim Kauf von Leoni-Aktien gesichtet.
Laut Unternehmensangaben erwarb Klaus Probst am 18.05.2012 ein Paket von 6.000 Leoni-Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 31,67 Euro erworben. Der Kauf hatte ein Gesamtvolumen von 190.020 Euro. Auch Finanzvorstand Dieter Bellé griff beherzt bei Aktien von Leoni zu. Er kaufte zunächst am 18.05.2012 ein Paket von 2.000 Leoni-Aktien zum Preis von 31,60 Euro das Stück im Gesamtwert von 63.206 Euro. Am 22.05.2012 kam Dieter Bellé erneut zum Zug und erwarb 1.700 Leoni-Anteilsscheine zum Preis von 32,97 Euro je Aktie. Sein Geschäft erreichte dabei ein Volumen von 56.049 Euro.
Autoboom in Schwellenländern beschert Leoni Rekordumsatz
Nun zu den Zahlen. Wie das Unternehmen mitteilte, profitierte Leoni unter anderem von der hohen Nachfrage nach Automobilen in den Schwellenländern und den USA. So stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf einen neuen Höchststand von 969,1 Mio. Euro. Zum Umsatz trug erstmals die Konsolidierung des am 4. Januar 2012 übernommenen südkoreanischen Bordnetzherstellers Daekyeung mit 27,4 Mio. Euro bei.
Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte Leoni einen Zuwachs verzeichnen. Dank des Verkaufs der Leoni-Tochter Studer Hard AG, der einen positiven Sondereffekt von 29,5 Mio. Euro brachte, kletterte das EBIT um 53 Prozent auf 93,7 Mio. Euro gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Das um den Veräußerungserlös bereinigte EBIT verbesserte sich um 5 Prozent auf 64,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzernüberschuss belief sich im Auftaktquartal auf 64,4 Mio. Euro nach 36,6 Mio. Euro im ersten Quartal 2011.
Ausblick solide - Leoni setzt auf asiatischen Markt
Die Geschäfte von Leoni laufen also hervorragend. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Leoni mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf 3,8 bis 4,0 Mrd. Euro. Beim EBIT strebt das Unternehmen das Erreichen von 230 bis 280 Mio. Euro an. Mit dem Ausbau strategisch wichtiger Aktivitäten in den BRIC-Staaten will man nun dafür sorgen, dass die Geschäfte auch weiterhin so gut laufen. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Leoni mit der Übernahme des südkoreanischen Bordnetzherstellers Daekyeung und der damit verbundenen Erschließung des südkoreanischen Marktes bereits getan.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
Katja Sell