Leitende Angestellte in der Wachstumsbranche der Wirtschaft
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. Februar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
An der Wall Street wütete jüngst ein Schneesturm. Und am Ende des Tages wünschten sich vermutlich einige Trader, Anleger und Spekulanten, dass sie mehr Alkohol für das Wochenende eingelagert hätten.
Der Dow ist leicht gestiegen, nachdem er zuvor steil eingebrochen war. Gold ist ebenfalls leicht gestiegen.
Wir sind ganz offenkundig in einer Zeit der Sorgen angekommen", sagte ein Profi.
Dummerweise war das Verhalten des Marktes am Tag darauf nicht so deutlich, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gab keine Erholung. Und keinen weiteren Einbruch. Ich vermute, dass sich die Aktien nun auf lange Sicht auf dem Weg nach unten befinden werden. Vermutlich hat die - zumindest von mir - lang erwartete Fortsetzung des Bärenmarktes begonnen. Ich hatte meine Krise. Ich hatte meine Erholung. Jetzt haben wir es mit dem langen Abwärtstrend zum endgültigen, finalen, das wars"-Ende zu tun.
Als ich morgens das Radio einschaltete, sagte der Sprecher, dass sich nur die leitenden" Regierungsangestellten morgens zum Dienst melden müssten. Ich habe mich daraufhin gefragt, ob irgendeiner von ihnen wirklich entscheidend ist. Sicherlich nicht die Leute, die den afrikanischen Hornkäfer beobachten. Und auch nicht die, die an der Gesundheitreform arbeiten.
Und ganz sicher auch nicht diejenigen, die sich mit der Überarbeitung des Unterparagraphen 4.503.02 der Abgabenverordnung der Vereinigten Staaten befassen, der die unerlaubte Rückdatierung der Nachträge von Klauseln behandelt, nachdem einarmige Wan-Tan-Händler heute Anspruch auf Versicherungsgelder haben, deren ausreichende Grundlage aberkannt wurde, weil sie nicht in der Lage waren, das Kleingedruckte zu lesen. Oder etwas in der Art.
Aber das ist ein anderes Thema, oder etwa nicht? Nun, nicht wirklich. Die Gehaltslisten der Regierung sind die einzigen, die immer noch länger werden. Die Regierung ist eine Wachstumsbranche. Alles andere bricht ein.
Glauben Sie an ein Einbrechen der Arbeitslosenzahlen?
Die jüngsten Zahlen sagen uns jedoch, dass die Arbeitslosenzahlen im vergangenen Monat um 0,3% eingebrochen sind. Glauben Sie das, liebe Leser? Wo ist die Börsenaufsichtsbehörde, wenn man sie mal braucht? Führen die Regierungsvertreter die Anleger nicht absichtlich in die Irre?
Im Radio gab es am gleichen Tag einen weiteren Aufruf bei dem Volkszähler gesucht wurden. Noch mehr Regierungsangestellte. Warum nimmt man nicht die weniger entscheidenden Angestellten, um die Leute zu zählen.
Ich habe keine eigene Zählung, aber es würde mich nicht überraschen, wenn ich feststellen würde, dass die Arbeitslosenzahlen der Regierung mehr verstecken als sie verraten. Schließlich befinden wir uns, soweit ich sagen kann, im Privatsektor immer noch in einer Phase der Entschuldung. Das bedeutet, dass es weniger Stellen gibt. Die Fehler der Blasenära müssen korrigiert werden. Stellen müssen wegfallen. Und die Beschäftigungszahlen werden nicht wieder steigen, ehe der Privatsektor Möglichkeiten gefunden hat, die Leute wieder mit Gewinn in Lohn und Brot zu bringen.
ähnliche Beiträge:
- Staatspleite? Dies sind die möglichen Gründe!
- Energie Trader: Profitieren Sie von der heißesten Wachstumsbranche der Welt und maximieren Sie Ihre Rendite
- Eine zweifelhafte Untergangsstimmung
- Chinesen drängen mehr und mehr auf den europäischen Markt
- Der Streik der Lufthansa
- Zur fortgesetzten Zombifizierung der US-Wirtschaft
- Gierige Angestellte
- Europa rettet den Dollar
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von walter bruno (16.02. 2010 14:42 Uhr):
"...Und die Beschäftigungszahlen werden nicht wieder steigen, ehe der Privatsektor Möglichkeiten gefunden hat, die Leute wieder mit Gewinn in Lohn und Brot zu bringen." Nun sagen Sie doch mal bitte WIE ? Die Welt ist doch aufgeteilt. Sie ist monopolisiert und überreglementiert. Für alle lebensnotwendigen Dinge stehen gewaltige Überkapazitäten bereit bzw. sind sogar erzeugt. Revolutionäre Innovationen, die auf den Bedarf der Menschen Einfluss haben könnten, stehen nur im Umweltbereich an, der aber für die Privatwirtschaft nicht soo interessant ist, da die Geldgeber fast ausschliesslich die total überschuldeten Staaten sind. Natürlich werden täglich Innovationen erzeugt, aber solange die Masse der Menschen vor allem damit beschäftigt ist , die Mittel für den unmittelbaren Lebensunterhalt zu beschaffen, wird es keinen Schub geben. Die apokalyptischen Kreisläufe der Weltgeschichte (Krieg und Frieden) , in denen um die Neuaufteilung der Welt, der Märkte und Produzenten gekämpft wurde sind unterbrochen, weil die Gegenwart so gewaltige Potenzen an Massenvernichtungsmitteln hervorbrachte, dass ein solcher Krieg nur die komplette Zerstörung der Lebensgrundlagen bedeuten würde. Wo kann die Lösung gefunden werden ? Entweder neue gesellschaftliche Konzepte, die aber nur funktionieren, wenn sie eine globale Anwendung finden, ODER ??? Glauben Sie, es gibt eine organisierte Rückkehr zur "freien" Marktwirtschaft ?
Antworten
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 09. Februar 2012
Mittwoch, 08. Februar 2012
Dienstag, 07. Februar 2012
alle AusgabenSicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Sicheres Geld
Artikel weiterempfehlen