Leichte EUR/USD Erholung: US Bad Bank Pläne
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 28. Januar 2009, 12:00 Uhr
ENL5462
Liebe Leser,
Kurzfristig ist der Markt ein wenig auf Erholungsszenario eingestellt. Zum einen überraschten die Wirtschaftsbarometer wie IFO und Baltic Dry Freight Index ein wenig positiver. Vor allem aber erhält die zwischenzeitlich positivere Stimmung Nahrung durch die Spekulationen auf die Einführung einer Bad Bank in den USA.
Gerüchte gehen um, dass sich die Federal Deposit Insurance Corp. bei der Obama-Regierung für die Bildung einer Bad Bank, in die die faulen assets der Banken aufgenommen werden, einsetzt.
Dies wiederum scheint kurzfristig die Stimmung zu heben und belastet USD und JPY.
EUR/USD handelt gegenwärtig bei 1,3277, konnte damit die Widerstandsmarke bei 1,3290 nur kurzfrsitig nach oben durchbrechen. Unterstützung könnte sich bei 1,3100 ergeben. Kurzfristig könnte EUR/USD sogar die 1,3425 erreichen bevor erneuter Verkaufsdruck herrscht.
Ich gehe davon aus, dass die aktuelle EUR/USD Erholung wohl eher nur kurzfristiger Natur sein dürfte, im Angesicht möglicherweise deutlich negativer anstehender US-Daten. News die zeigen, dass die Arbeitslosenrate in einigen US-Staaten mittlerweile über 10% gestiegen könnten die Stimmung wieder nachhaltig belasten.
Ein Artikel im Guardian berichtet, dass Japan möglicherweise bald China als vorrangigen Käufer von US-Treasuries ablösen könnte. Zum einen um die USD/JPY Entwicklung zu unterstützen und zum anderen um damit die stark belastete japanische Exportwirtschaft wieder anzukurbeln. Sollte dies eintreten, dürfte dieser Umstand als deutlich USD-positiv zu werten sein.
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