Lassen Sie sich von Berufsnörglern nicht um den Schlaf bringen - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 22. Mai 2007 17:00 Uhr
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Wenn Sie aus Angst vor einer Korrektur nicht investieren, stehen Sie draußen! Denn möglicherweise kommt eben keine Korrektur und die Aktien laufen auch die nächsten Monate, vielleicht sogar Quartale, weiter. Eigentlich sieht es nämlich ganz gut aus: Die Bewertung im DAX liegt aktuell etwa bei einem 14er-KGV und damit in Höhe des langfristigen Durchschnitts. Nächstes Jahr kommt die Unternehmenssteuerreform. Viele Unternehmen, vor allem die mit hohen Steuerquoten, werden dann 2008 ff schlagartig um 10 oder vielleicht sogar 15 Prozent höhere Gewinne ausweisen. Damit fällt das aktuelle 14er-KGV für 2007 im DAX schon auf ein unterdurchschnittliches 2008er-KGV um 12. On Top kommen da noch die ohnehin erwarteten Gewinnsteigerungen. Die dürften in 2008 noch einmal bei etwa 10 bis 15 Prozent liegen. Unser aktuelles 2007er-KGV von 14 schrumpft dann im nächsten Jahr schon auf ein günstiges KGV kaum über 10!
Nehmen Sie die aktuellen Perspektiven: Zwar sagen Berufspessimisten negative Auswirkungen der konjunkturellen Abschwächung in den USA auf die deutsche Wirtschaft vorher – und damit auf die Aktienkurse. Nur: Zu spüren ist davon im Moment überhaupt nichts! Vor wenigen Minuten erst veröffentlichte Dow Jones Newswires eine Befragung von Ökonomen über den ifo-Geschäftsklimaindex. Gegenüber April 2007 erwarten die Volkswirte einen Anstieg im Mai um 0,2 Punkte auf 108,8 Punkte. Und für die nächsten Monate rechnen die Experten mit weiteren Höchstständen.
Wenn ich mir nun die genannten Punkte ansehe, frage ich mich: Woher soll im Moment eine fundamental begründete Börsenkorrektur kommen? Möglicherweise drücken Zittrige und Spekulanten wieder auf den Verkaufsauslöser und sorgen kurzfristig für Turbulenzen. Wer mindestens mittelfristig denkt, braucht sich meiner Einschätzung nach mit einem breiten und sinnvoll gestreuten Aktiendepot derzeit keine allzu großen Sorgen machen und sich schon gar nicht von Berufsskeptikern um seinen gesunden Schlaf bringen lassen!
Ihr
Georg Pröbstl