Lassen Sie sich nicht „verwässern“
Von Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 02. Februar 2007 17:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser,
Viktory-Zeichen beim Mannesmann-Prozess, Aussagen wie „Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.“ und Massenentlassung trotz Milliardengewinns – Josef Ackermann tappte in den letzten Jahren wirklich in einige Fettnäpfe. Jetzt versöhnt sich der Chef der Deutschen Bank aber mit dem Land. So will er den deutschen Mittelstand schützen. Das gefällt den Wirtschaftsverbänden. Und nach dem Ende seiner Amtszeit in 3 Jahren will er nicht in den Aufsichtsrat des Frankfurter Geldhauses wechseln. Das gefällt den Aktionärsschützern. Diese versöhnlichen Töne gefallen mir. Mir kommt das neue Verhalten des Schweizer Managers fast schon vor wie der Wandel vom Saulus zum Paulus.
Vielleicht ist der Banker aber nur deshalb so guter Stimmung, weil seine Aktienoptionen bzw. Deutsche Bank-Aktien im Wert steigen und steigen. Tatsächlich klettert der Kurs der Aktie seit 3 Jahren nach oben und notiert inzwischen mit 108 Euro auf Allzeithoch.
Wie Sie wissen, besteht ein Teil des Salärs von Ackermann aus Aktienoptionen bzw. einer aktienbasierten Vergütung. Der Vorstandschef der Bank ist aber nicht der einzige Mitarbeiter des Instituts mit dieser Vergütungsform. Etliche Manager kommen ebenfalls in den Genuss solcher Optionen.
Das ist zwar schön für die begünstigten Mitarbeiter, drückt aber den Gewinn der übrigen Aktionäre.
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