Lassen Sie sich jetzt nicht verunsichern
Jürgen Schmitt in Insider Daily
vom 31. März 2009, 14:30 Uhr
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Heute präsentiert Ihnen der Insider Daily einen spannenden Marktbeitrag aus dem aktuellen Strategie-Papier von Jürgen Schmitt, Chefredakteur des AKTIEN-MONITOR. Im Strategie-Papier des AKTIEN-MONITOR erfahren Sie von Herrn Schmitt Woche für Woche, welche Investment-Strategie Sie im aktuellen Marktumfeld fahren sollten.
Guten Tag meine Damen und Herren,
die Ablehnung der US-Regierung für die vorgelegten Sanierungspläne von General Motors und Chrysler sorgt heute weltweit für Verkaufsdruck an den Aktienmärkten. Dabei kommt diese Meldung keineswegs völlig unerwartet. Ohnehin stellt sich die Frage über den Sinn, zwei marode Dinosaurier ständig mit neuen Milliardenhilfen auszustatten ohne echte Aussicht, dass sich diese Investitionen in absehbarer Zeit rechnen. Der Markt könnte daher selbst im Falle von Insolvenzverfahren für die beiden US-Autobauer seine begonnene Erholung rasch wieder fortsetzen. Ja, ich rechne sogar fest damit. Wichtig erscheint mir bezogen auf den deutschen Markt, dass der DAX in dieser Woche ein Niveau oberhalb von 4.000 Punkten verteidigen kann. Das wäre ein sehr gutes Zeichen und würde sich mit meiner Prognose decken, dass die Erholung natürlich nicht geradlinig im Eiltempo, sondern auch immer wieder mit Rücksetzern versehen läuft. Diese sind dann die viel beschriebenen Nachkauf-Gelegenheiten.
Zahlreiche Indikatoren deuten bereits eine Trendwende an
Derweil überbieten sich die Analysten weiterhin damit, das Ausmaß der Krise immer drastischer darzustellen. Dabei deuten erste Indikatoren bereits darauf hin, dass es schon bald wieder aufwärts gehen wird. Die Frachtraten haben zuletzt deutlich zugelegt und auch die jüngsten Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt liefern Hinweise darauf, dass die Talsohle inzwischen durchschritten ist. Zudem sind erstmals seit 6 Monaten die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA wieder deutlich um 3,4% gestiegen. Die großen Staatsfonds sind bereits auf Schnäppchenjagd (wie zuletzt bei Daimler), zudem wächst auch in den Unternehmen mit Cash-Reserven wieder die Bereitschaft, den einen oder anderen Konkurrenten zu schlucken. All dies wird noch weitgehend ignoriert, dürfte aber zunehmend die breite "Baisse-Stimmung" aufweichen. Halten Sie also Kurs und lassen Sie sich nicht durch den heutigen Rückschlag verunsichern.