Kurze Freude an der Wall Street
Tom Firley in Insider Daily
vom 26. September 2008, 10:00 Uhr
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Frau Cindy Bach ist bis 7. Oktober im verspäteten Sommerurlaub. Lassen Sie heute einen Gastbeitrag von Tom Firley aus dem Investors Daily.
Liebe Insider Daily-Leser,
ich möchte es kurz machen, damit Sie heute die Möglichkeit haben, Ihre eigene Meinung zu Finanzkrise und US-Wahlkampf zu äußern, gleich mehr hierzu.Noch kurz zu den gestrigen Ereignissen.
Gewinnwarnung
General Electric korrigiert die Ergebnisprognosen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr (bereits jetzt...) nach unten. Der Mischkonzern stellt einen Gewinn pro Aktie von 43 bis 48 Cents in Aussicht, erwartet wurden im Vorfeld 50 bis 54 Cent. Alleine diese Nachricht hätte an sonst ereignislosen Tagen für einen Kursrutsch (im gesamten Index, nicht alleine bei der Aktie) sorgen können. Dem Markt störte die Gewinnwarnung aber nicht. Die Aktie verliert am späten Nachmittag noch nicht einmal 2 Prozent.
Mehr Arbeitslose in den USA
Laut US-Arbeitsministerium stieg die die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 32.000 auf 493.000. Erwartet wurde allerdings eine Verringerung auf 450.000 Erstanträge. Damit hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA überraschend und deutlich verschlechtert.
Dennoch Freudenfest an der Wall Street...
Zumindest bis zur Schlussglocke. Denn was solls? Die Martteilnehmer spielen die „Die Regierung wirds-schon-richten"-Karte und schicken den Dow Jones in den ersten Stunden nach der Eröffnung um über 2 % nach oben. Ganz vorne natürlich liegen die Finanzwerte, aber auch meine zuletzt erwähnte Pfizer kann immerhin über 3% zulegen. ...
...aus dem nur ein kleiner Umtrunk wurde
Dieses kleine Freudenfest relativierte sich Recht schnell wieder, da die nächste (fast schon voraus zu sehende) Katastrophenmeldung nicht lange auf sich warten ließ: Die einst größte Sparkasse in den USA "Washington Mutual" steht vor dem Zusammenbruch. Einen Großteil des Bankgeschäfts wird JP Morgan übernehmen.