Kurz-Analyse: EUR/USD und GBP/USD
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 26. Oktober 2009, 17:30 Uhr
EUR/USD
Wie erwartet wiederholte sich heute das Muster vom Freitag. Nachdem ein neues Jahreshoch in den frühen Morgenstunden markiert werden konnte, wurde die jüngste Aufwärtsbewegung, die an der 200er-Durchschnittslniie (lila Linie) ihren Anfang nahm, korrigiert. Es ist aber noch kein Ende in Sicht und daher wurde eine meiner Trigger-Marken aktiviert. Diesmal konnte sich der Euro-Kurs nicht an der 200er-Linie stabilisieren - bei mir immer der exponentielle gleitende Durchschnitt. Da an diesem Punkt keinerlei Bullen gesichtet werden konnten, ging ich gemäß meiner morgendlichen Einschätzung bei diesem Szenario short (Ausführung bei 1,4988). Kurze Zeit später nahm ich schon einen Teil der Gewinne mit (Teil-Ausführung zu 1,4956) mit. Die Rest-Position sichere ich nun knapp über der 1,50er-Marke ab. Ich habe damit alle Trümpfe in der Hand, da die Gesamt-Position keine Verluste mehr einbringen kann, aber bei einer Fortführung des eben eingeschlagenen Abwärtsdrucks halte ich die Hände auf.
Meine Hausaufgabe vom Wochenende hat mir einige wichtige Erkenntnisse gebracht. Die Trading-Tagebuch-Einträge bzw. deren Analyse haben ergeben, dass ich in zu vielen Fällen die Gewinne zu stark begrenzt habe und auch zu häufig sehr enge Stopps gewählt hatte. Ich werde mein Devisen-Trading nun entsprechend etwas anpassen. Im laufenden Jahr hatte ich auch meist mit Teil-Ausstiegen gute Erfahrungen gemacht. Dies hatte ich die letzten beiden Monate aber anscheindend aus meinem Gedächtnis verdrängt. Ich werde dies also ab sofort wieder öfters einsetzen.
Ergebnis: offener Trade
(Teil-Ausstieg bei 1,4956; Rest-Position des Short-Trades ist knapp oberhalb von 1,50 abgesichert)
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Diesmal konnte die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) nichts gegen die Bären ausrichten. Zu stark war der Abwärtsdruck am Nachmittag.
GBP/USD
Ich hatte heute mit einer Gegenbewegung des Britischen Pfund gegen den Dollar gerechnet. Damit lag ich richtig, da das Britische Pfund einen kleinen Teil des starken Einbruchs vom Freitag korrigieren konnte. Erst scheiterte das Pfund noch an der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie), die ich mir als Trigger-Marke für einen Long-Einstieg ausgesucht hatte. Doch dann am späten Vormittag gelang noch ein überzeugender Schritt über diese Widerstandslinie. Zu 1,6338 betrat ich den Markt. Doch viel passierte zunächst nicht. Positiv zu werten war jedoch, dass die Linie nun als Unterstützungslinie fungierte und deshalb gab es auch keinen Grund, nicht mehr an der ursprünglichen Trading-Idee festzuhalten.
Ab etwa 14.30 Uhr wurde dann das Pfund stärker bzw. der Dollar schwächer und die Position entwickelte sich erfreulich. Um kurz nach 16.00 Uhr beendete ich zu 1,63941 dann aus mehreren Gründen den Gewinn-Trade: Ich wollte ohnehin nur die Korrekturbewegung traden, und die schien mir allmählich ausgereizt zu sein. Zum einen konnte ich mir nicht vorstellen, dass nach der 38er-Linie nun auch noch die 200er-Durschnittslinie (lila Linie) von unten nach oben durchbrochen wird - zumindest nicht heute bzw. in der laufenden Bewegung. Außerdem wird der Widerstand noch durch die glatte 1,64er-Marke verstärkt. Da lag es nahe, bei dem vorherrschenden kurzfristigen Abwärtstrend, mit einem Long-Einstieg vor dem Arbeitsende noch Gewinne mitzunehmen.
Ergebnis: Gewinn 53 Pips
GBP/USD - 30-Minuten-Chart
GBP/USD: Die heutige Korrekturbewegung trifft nun bei 1,64 bzw. der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) auf einen starken Widerstand. Die Chance, dass dieser gleich überwunden wird, ist nicht besonders groß, und daher beendete ich meinen Long-Trade.
Tagesfazit: Toller Tag geht zu Ende
Besser kann eine Handelswoche eigentlich nicht beginnen. Jetzt bin ich aber sehr ausgelaugt. Auch der gestrige Konzert-Abend steckt mir noch in den Knochen. Ich hoffe nur, dass ich mich morgen nicht ärgern muss, zu früh den Dax-Trade beendet zu haben.
Bis morgen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne

