Kursziel erreicht - Wie geht es nun weiter im DAX?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 25. August 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
Für den heutigen Beitrag habe ich Ihnen, wie bereits am Montag erwähnt , ein Bündel an Charts mitgebracht. Beginnen möchte ich jedoch zunächst mit zwei Nachrichten, die ich von zwei Lesern erhalten habe.
Gesucht: Elliott-Wellen-Software
Die erste Nachricht möchte ich gerne an alle Leser weitergeben.
Der Leser hatte sich auf die Suche nach einer kostenlosen Software zur Erstellung von Elliott-Wellen-Analysen gemacht. Dabei war er auf die Software "Motive Wave" gestoßen und hatte mich gebeten, mir die Software einmal anzusehen.
Und so habe ich die Software heruntergeladen und installiert. Anscheinend benötigt man jedoch für die Kursversorgung eine Verbindung zu einem Broker wie z.B. Interactive Brokers. Da ich kurz darauf in Urlaub geflogen bin, konnte ich mich zunächst nicht intensiv mit der Software beschäftigen.
Nach meinem Urlaub erhielt ich bereits die Nachricht von dem Leser, dass die Software nur begrenzte Zeit kostenlos sei und ob ich ihm eine kostenlose Software empfehlen könne.
Also habe ich den Test gleich abgebrochen und ihm folgendes geantwortet:
" ... Am besten werde ich die Frage nach einer Elliott-Wellen-Software einmal an die Leser weiterleiten. Vielleicht erhalten wir so einen wertvollen Tipp.
Ich selbst habe bisher noch nicht nach einer solchen Software Ausschau gehalten. Im Prinzip glaube ich aber auch nicht, dass eine Software in der Lage ist, Elliott-Wellen-Analysen zu erstellen und Kursprognosen abzuliefern. Dafür ist die Methode zu komplex und lässt zu viel Interpretationsspielraum. Aber wer weiß, wir werden sehen."
Und so richte ich die Frage nach einer möglichst kostenlosen Software zur Erstellung von Elliott-Wellen-Analysen an Sie weiter. Ich würde mich über entsprechende Hinweise sehr freuen, die ich natürlich dann auch hier gerne hier im WAVE Daily an alle Leser weitergebe.
Vielen Dank.
Schwache US-Indizes lassen dem DAX keine Chance
Mit der Nachricht eines weiteren Lesers möchte ich die DAX-Analyse von Montag fortführen. Dieser Leser hat einen Aspekt aufgegriffen, den ich so in den letzten Beiträgen ebenfalls bereits ins Spiel gebracht hatte. Hier zunächst seine Nachricht:
"Lieber Herr Weisenhaus, ich will nicht Recht haben, Recht hat immer der Markt. Ich kann den Markt so interpretieren, wie er nach den klassischen Charttechnik überhaupt möglich ist: Schauen Sie doch bitte den Chart von Dow Jones und Nasdaq 100 an. Beide Indices sind auf dem Weg zur Vollendung der rechten Schulter einer SKS-Chartformation. Diese Analyse ist so einfach, eindeutig und sicher, dass man nichts mehr hinzu zufügen braucht. Ich weiß Ihre kompetente Analyse sehr zu schätzen, aber in diesem Fall sind Sie leider auf der falschen Seite."
Ich würde nicht behaupten, ich sei auf der falschen Seite und so habe ich folgende Antwort gegeben:
"Guten Tag! ... Sie haben .. völlig Recht. Die Indizes in den USA stehen charttechnisch deutlich schlechter dar. Daher habe ich zuletzt auch die Konjunkturdaten so genau analysiert um festzustellen, wer hier falsch liegt - DAX oder Dow - also die US-Indizes oder der DAX hier in Deutschland. Die Frage ist doch: können sich die US-Indizes bald erholen und der DAX somit nach oben ausbrechen oder geben die US-Indizes noch weiter nach und wird der DAX nach unten folgen.
Neben der von Ihnen genannten SKS-Formation im Dow wäre auch schlicht ein Rounding-Top denkbar, bei dem die Kurse etwas weniger schnell abgeben. Das Ergebnis für den DAX wäre das gleiche und daher habe ich auch mehr und mehr mahnende Worte in die letzten Beiträge einfließen lassen. Doch wie sagt man so schön: "The Trend is your friend". Und noch ist der DAX charttechnisch OK. ..."
Und dass dies trotz der zuletzt starken Kursverluste im DAX so ist, zeige ich Ihnen heute mit den Charts, die ich bereits am Wochenende erstellt habe. Hierzu mehr im zweiten Teil des heutigen Beitrags.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Lederer Georg (26.08. 2010 00:14 Uhr):
Betreff: Elliottwave-Software Hallo Herr Weisenhaus, ich habe mich mit zwei am Markt gegen Entgelt erhältlichen Programmen identifiziert, setze aber bisher keines der beiden ein. 1. ELWAVE, erhältlich als Testversion unter www.elwave.de; Preis der Vollversion ca. 500 Euro; das Programm basiert auf Fibonacci Preisprojektion. Das Programm ist einsetzbar in Verbindung mit den Programmen von Lenz und Partner. 2. DYNAMIC TRADER DT6 Programm ist nur in den USA käuflich zu erwerben zum Preis von ca. 2000 USD in der End of day-Version. Eine Realtime-Version in Verbindung mit ESignal-Daten steht gegen Aufpreis von 400 USD zur Verfügung. Als End of day-Daten-Provider ist Genesis oder Worden geeignet, aber auch der Import von ASII- oder Metastock-Daten ist möglich. Das Programm hat einen sehr guten Entwicklungstand und eignet sich für Zeit- und Preisprojection. Für beide Programme sei aber dem Anwender geraten, sich mit den Grundlagen der Elliott-Wellen-Theorie auseinander zu setzen, um die Plausibilität der vom Programm generierten Daten zu überprüfen können. Die Schwäche der Elliott-Wellen sind nämlich die Korrekturmuster, die durch mathematische Algorythmen nur unzureichend abgedeckt werden können. Insbesondere komplexe Korrekturen können nur in Verbindung mit dem Korrekturmuster, Fibonacci-Verhältnissen und Zeit- und Preiszielen ausreichend beurteilt werden. Viele Grüße Georg Lederer PS: Bin selbst langjähriger Leser von Wave Daily und aktiver Trader auf Grundlage der Elliott-Wellen!
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