Kursbewegungen bei Finanztiteln – die ganz normale Absurdität - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 19. März 2007 17:00 Uhr
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Ganz besonders düster sieht die Performance der Fondsmanager zwischen 1985 und 1990 aus. In diesen 5 Jahren schafften es nur 12,3 Prozent der „Profis“ den Markt zu schlagen. 87,7 Prozent der Fonds waren damit nur so gut oder aber sogar schlechter als der Markt.
Die Studie ist zwar schon einige Jahre alt, aber wohl nach wie vor gültig. Sehen Sie sich einfach einmal auf Onvista im Fondsvergleich die Performance an. In den letzten 5 Jahren seit März 2002 beispielsweise stieg der DAX um 21,4 Prozent. Von den 85 Fonds im Onvista-Vergleich mit Anlageschwerpunkt „Aktien Deutschland“ schaffte nur die Hälfte eine Performance die besser war als im breiten Markt.
Wenn ich mir die aktuellen Kursbewegungen bei Finanztiteln ansehe, wundert mich die schwache Performance vieler Fonds wirklich nicht. Das Rein-Raus-Geschäft kostet nämlich nicht nur Geld in Form von Transaktionsgebühren und schmälert so die Gewinne. Ich wette, viele Fondsmanager, die letzte Woche panisch oder vielmehr im Rahmen ihrer Usancen oder auch des gewöhnlichen Fondsmanager-Habitus im Tief ausgestiegen sind, haben einen Teil des heutigen Aufschwungs glatt verpasst. Die Performance bleibt nochmals zurück.
Sie sollten sich also von kurzfristigen Irritationen an der Börse überhaupt nicht beeindrucken lassen. Das spart Ihnen Magenschmerzen und schlaflose Nächte. Kaufen Sie Aktien lieber aufgrund guter Unternehmensstorys und geben Sie den Aktien auch genügend Zeit um sich zu entwickeln. Und Überlassen Sie das panische, hektische und teilweise völlig absurde Tagesgeschäft an der Börse den Fondsmanagern.
Ihr
Georg Pröbstl