Kupfer und der Optimismus
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 23. Januar 2012, 20:45 Uhr
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Industriemetalle
Die Kupferpreise legten in der vergangenen Woche weiter deutlich zu, wobei am Freitag zwischenzeitlich ein 4-Monats-Hoch erreicht wurde.
Der neue Konjunkturoptimismus an den Märkten, getragen durch positive China- und US-Daten, wirkt hier ebenso unterstützend, wie nach wie vor die fundamentale Ausgangslage.
Dem World Bureau of Metal Statistics bestand allein im November ein weltweites Kupferdefizit von 100.000 Tonnen - einer um 4,2% höheren Nachfrage gegenüber dem Vormonat sei Dank.
Und nun nehmen die Fundamentaldaten auch langsam wieder in den Köpfen der Marktteilnehmer Platz. So haben zuletzt auch die Spekulanten in eine Netto-Long-Position gedreht, bei 4.800 Kontrakten in der Woche bis zum 17.Januar.
Kupfer notiert aktuell bei 3,80 USD pro Pfund an der COMEX.
Ausblick
Weiterhin dürfte Kupfer nach der langen Schwächephase im vergangenen Jahr gut unterstützt bleiben, von zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen abgesehen.
Agrarrohstoffe
Die Maispreise dagegen blieben belastet nach dem Einbruch in vorvergangenen Woche. Das USDA geht nun mittlerweile von einem ausgeglichenen Nachfrage-Angebotsverhältnis im globalen Maismarkt in diesem Jahr aus. Dies zum einen aufgrund höherer Bestände und zum anderen aufgrund der Erwartung einer größeren US-Anbaufläche.
Hinzu kamen Mitte letzter Woche Regenfälle in Argentinien, welche die Ernteaussichten verbessern.
Zum Ende der Woche, sowie zu Wochenbeginn erhalten die Preise wieder leichte Unterstützung, wobei das aktuell günstige Preisniveau dafür wohl eine Rolle spielt.
Mais zur Lieferung im März notiert aktuell bei 6,20 USD pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Es bleibt natürlich abzuwarten, wie sich die Ernte in Argentinien und die weltweite Nachfrage tatsächlich entwickeln. So geht das International Grains Council beispielsweise, entgegen dem USDA, davon aus, dass der globale Maismarkt im aktuellen Erntejahr tatsächlich ein Defizit von 6 Millionen Tonnen aufweist. Überdies hatte Argentinien zuvor unter einer Dürre gelitten, welche das USDA dazu veranlasst hatte, die Ernteprognose für Argentinien erst in der vorvergangenen Woche zu senken. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass die Maispreise auf dem aktuellen Niveau nach wie vor Unterstützung finden dürften.
So long liebe Leser...so viel für heute...morgen geht's weiter mit dem Jahresausblick zum Erdöl...liebe Grüße und bis morgen..
Ihre Miriam Kraus
Zum ersten Teil von: Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 16.01.-23.01.2011